Aachen: Agot-Liga: Kinder der Offenen Türen durch Sport näher bringen

Aachen : Agot-Liga: Kinder der Offenen Türen durch Sport näher bringen

Wenn unterschiedliche Menschen zusammentreffen, gibt es oft gewisse Hemmschwellen beim Kennenlernen. Um diese abzubauen, gibt es seit nunmehr vier Jahren die Agot-Liga, die die Kinder und Jugendlichen der Offenen Türen einander durch Sport näherbringt.

Die Arbeitsgemeinschaft offener Türen (Agot) kann auf vier erfolgreiche Saisons zurückblicken, die sich immer ein Stück weiter entwickelt haben. Aus vier teilnehmenden Einrichtungen sind mittlerweile sieben geworden, die Altersklassen wurden erweitert, und aus der anfänglichen Fußballliga hat sich eine Bewegungsliga entwickelt, die um einige Sportarten reicher geworden ist. Nun messen sich die Teilnehmer nicht mehr nur im Fußball, sondern auch im Tischtennis, Kegeln, Schwimmen, Bogenschießen und vielem mehr.

Das Punktesystem ist dabei so gestaltet, dass es für jedes bestrittene Spiel fünf Punkte gibt, für einen Sieg drei und ein Unentschieden einen Punkt. „So gewinnt man immer“, erklärt Dieter Rütten. Er ist Koordinator der Agot-Liga und gleichzeitig Teilnehmer mit dem Carl-Sonnenschein-Haus. Dieses hat in der letzten Saison hauptsächlich aufgrund der vielen Spiele gewonnen, nicht wegen der vielen Siege. „Das ist das Schöne an der Liga“, bestätigt Uli Grande von der Offenen Tür Gut Kullen, „dass nicht der Leistungsdruck vorherrschend ist“. Jeder könne mitmachen und es stehe vor allem der Spaß im Vordergrund. So sieht es auch Dominik Pongratz von der Offenen Tür Josefshaus: „Es ist eine Möglichkeit, Kinder aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten aber auch Stadtteilen zusammenzuführen.“

Die Begegnung sei ein wichtiger Punkt, so Rütten. Aus dem Gegeneinander werde mehr und mehr ein Miteinander. Dazu trägt auch die Einführung der Regeln der Fair-Play-Liga nach Ralf Klohr bei, die unter anderem besagen, dass ohne Schiedsrichter gespielt wird. „Es ist ein Reifeprozess gewesen“, erklärt Uli Grande. Doch nach einer gewissen Zeit haben die Kinder und Jugendlichen den respektvollen und ehrlichen Umgang miteinander verinnerlicht, so dass die Regeln vom Fußball auf die anderen Sportarten übertragen werden konnten.

Schirmherr der AGOT-Liga ist seit Beginn Björn Jansen, der Vorsitzende des Stadtsportbundes. Auch wenn dieser eher den Vereinssport im Blick hat, unterstützt Jansen das Projekt gerne. „Uns ist es wichtig, Kinder in Bewegung zu bringen“, sagt er. Und so geht der ungezwungene Sport in der Agot-Liga im Oktober in die fünfte Saison.

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