Ärger bei Stadtteilkonferenz Burtscheid zum Parkhaus Kleverstraße

Stadtteilkonferenz Burtscheid : Ärger über Parkhaus Kleverstraße geht weiter

Die Burtscheider glauben sich von der Politik vernachlässigt. Die Stadtteilkonferenz Burtscheid kritisierte die gefühlt stiefmütterliche Behandlung. Die Konferenz will das ändern. Burtscheid soll „aus dem Dornröschenschlaf“ erwachen.

Die noch junge Stadtteilkonferenz traf sich in der Burg Frankenberg zu ihrer dritten Sitzung. Mehr als 40 Vertreter von Vereinen, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, Kindergärten, Schulen und Hochschulen bis hin zum Seniorenrat unterstrichen erneut das gemeinsame Interesse, Neues für Burtscheid anzustoßen.

Das frisch gewählte vierköpfige Sprecherteam stellte sich vor mit Astrid Siemens (Burtscheider Heimatfreunde), Michael Prömpeler (Gesellschaft Burtscheid für Zeitgeschichte und Gegenwart), Klaus-Peter Otto (Arbeiterwohlfahrt) und Ingo Klusemann (Frankenbu(e)rger e.V.).

Beim Punkt „Aktuelle Probleme des Stadtteils“ hagelte es zum vergammelten Parkhaus Kleverstraße jede Menge Vorwürfe an die Adresse von Stadt und Politik. Klaus-Peter Otto: „Der Zustand ist mehr als erbärmlich. Alles ist vermüllt.“ Wilfried Braunsdorf von der Burtscheider Interessen Gemeinschaft (BIG) schilderte drastisch den „Schandfleck für Burtscheid. Am besten würde man das Ding abreißen und neu bauen. Auf der Grünfläche wird gekifft und gesoffen. Die Politik ist gefordert, aber die kümmert sich nicht, es interessiert keinen. Gefühlt findet Burtscheid in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte nicht statt“.

Uwe Reuters von den Burtscheider Heimatfreunden befürchtet an der Kleverstraße bald „Ratten, die da Samba tanzen“. Es müsse „etwas gemacht“ werden, habe auch der OB versprochen, „es kommt aber nix, wir rennen gegen eine Wand“, zürnte ein Bürger.

„Eine Stadtteilkonferenz hat mehr Gewicht“, hofft Teamsprecher Michael Prömpeler darauf, bei Stadt und Politik mehr Gehör zu finden. Neben dem Parkhaus stehen auf der Agenda der Stadtteilkonferenz „Stadtplan für hörgeschädigte Menschen“ wie in der Innenstadt, Mobilität in Burtscheid, „Haltestelle Rathenauallee“, wo Hunderte meist ältere und alte Menschen seit über einem Jahr gegen die ihrer Ansicht nach Verschlechterungen durch die Aseag protestieren.

Rund 30.000 Einwohner zählt der Stadtteil Burtscheid. Historisch gehört das Frankenberger Viertel dazu, was die „Frankenberger“ allerdings nicht so wahrnehmen. Ob der Name der Stadtteilkonferenz zur Verdeutlichung deshalb um einige Gebiete erweitert wird und den sperrigen Namen „Stadtteilkonferenz Burtscheid (Frankenberger Viertel, Steinebrück, Beverau)“ führen soll, wird beim nächsten Treffen geklärt.

Mehr von Aachener Nachrichten