Aachen: Acht Sportvereine machen den Aachenern Beine

Aachen : Acht Sportvereine machen den Aachenern Beine

Mit fortgeschrittenem Alter machen sich bei den meisten Menschen unweigerlich körperliche und geistige Einschränkungen bemerkbar. Vieles davon ist eine Folge mangelnder Bewegung. Der Stadtsportbund Aachen geht daher aktiv auf die Älteren zu mit dem Programm „Bewegt älter werden in Aachen“.

Bei einem Aktionstag im Ferberpark stellten Aachener Sportvereine am Samstag eine ganze Reihe an Sportmöglichkeiten vor, und begeisterten damit nicht nur die Älteren, sondern deren Enkel gleich mit.

„Heute muss man als Sportverein schon viel mehr auf die Leute zugehen, um sie dazu zu animieren, mehr Sport zu treiben. Da kann man nicht einfach nur abwarten“, sagte Wilfried Braunsdorf, Vorsitzender des Burtscheider Turnvereins (BTV).

Zusammen mit dem Stadtsportbund und dem Fachbereich Sport der Stadt Aachen hatte sein Verein den Aktionstag organisiert. Mit dem Ferberpark hatten sich die Veranstalter einen dankbaren Ort dafür ausgesucht. „Man kann sich hier ohne viele Vorkenntnisse im Freien betätigen, auch an den Sportgeräten bei den Spielplätzen“, sagte Braunsdorf. Inzwischen habe sich das zu einem richtigen Generationentreffpunkt entwickelt.

Acht Vereine beteiligten sich an der Aktion und luden zum Boulespielen, zu Gleichgewichtsübungen, Gymnastik oder zu einer Einführung in den Geräteparcours des Parks ein. „Für die Aachener werden so die Sportvereine wieder etwas sichtbarer“, erklärte Nadine Frey vom Stadtsportbund.

Doch obwohl viele Vereine inzwischen gut aufgestellt seien, was Bewegungsangebote für Senioren angehe, nähmen zu wenige diese auch tatsächlich wahr, sagte Petra Prömpler, Leiterin des städtischen Fachbereichs Sport. „Wir haben festgestellt, dass es oft noch an ausgebildeten Übungsleitern fehlt, um Sport gezielt für Ältere anzubieten.“

Die Vereine haben am Samstag einen Beitrag geleistet, die Angebote bekannter zu machen. Und sie haben gezeigt, wie viel Spaß so ein Nachmittag im Park mit der Familie machen kann. „Es sind auch viele Kinder mit ihren Großeltern und Eltern hierher gekommen“, bemerkte Prömpler erfreut. Die kostenlosen Schnupperangebote der Vereine wurden jedenfalls gut angenommen — und wer weiß, wie viele an diesem Tag ihre verschollen geglaubte Freude an der Bewegung wiederentdeckt haben.

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