Ab Mittwoch läuft Historischer Jahrmarkt in Kornelimünster

Historische Jahrmarkt in Kornelimünster : Gilbert der Feuerspucker und jede Menge Nostalgie

Der Blick auf die Wetter-App ist in diesen Tagen für Bezirksbürgermeister Jakob von Thenen so etwas wie ein Reflex. Gutes Wetter ist schließlich ein wichtiger Faktor, wenn es um das Gelingen des Historischen Jahrmarkts in Kornelimünster geht. Zurzeit haben Schausteller, Handwerker und Händler alle Hände voll zu tun, um den Jahrmarkt aufzubauen.

Von Mittwoch, 19. Juni, bis Sonntag, 23. Juni, verwandelt sich Kornelimünsters Ortskern dann wieder in so etwas wie ein Freilichtmuseum mit unzähligen historischen Angeboten. Gilbert, der Feuerspucker, kommt nach wie vor sehr gern zum Jahrmarkt: „Kein Ort ist als Kulisse so gut geeignet wie Kornelimünster“, sagt er.

Allround-Talent

Als Allround-Talent ist er auf vielen Historischen Jahrmärkten unterwegs und weiß, wovon er spricht. „Inzwischen sind Anwohner und Schausteller hier eine eingeschworene Gemeinschaft“, meint zudem von Thenen. Immerhin findet der Markt zum 44. Mal statt, und viele der Schausteller, Gaukler und Händler kommen seit etlichen Jahren. „Seit Roncalli die Planung übernommen hat, funktioniert der Jahrmarkt ganz wunderbar“, meint Propst Dr. Hans-Günther Vienken von der Propsteigemeinde St. Kornelius. Er fühlt sich dem Jahrmarkt in ganz besonderer Weise verbunden, „weil Wallfahrten und Jahrmärkte früher ganz eng zusammengehörten“. Schon damals sei die Kirche ein Schutzraum für Besucher und Schausteller gewesen, und das solle sie auch heute noch sein.

Der Jahrmarkt wird traditionell am Mittwoch, 19. Juni, um 19 Uhr mit einem ökumenischen Festgottesdienst eröffnet. Im Anschluss laden die Ortsvereine im Innenhof der ehemaligen Reichsabtei zu einem Umtrunk ein. Mit Blick auf den Gottesdienst legt Vienken wert darauf, dass ihn auch die Schausteller mitgestalten. So bekam Gilbert, der Feuerspucker, vor einigen Jahren beispielsweise Gelegenheit, seine Künste in der Kirche unter Beweis zu stellen. Im Anschluss steht dem bunten Treiben draußen auf dem Markt nichts mehr im Wege. Historische Fahrgeschäfte wie die 80 Jahre alte Berg- und Talbahn, das Riesenrad aus dem Jahre 1902 sowie das nostalgische Pferdekarussell aus der Roncalli-Raritätensammlung bringen die Fahrgäste dann in Jahrmarktstimmung – ebenso wie die Gaukler, Clowns und Puppenspieler, die auf dem Markt unterwegs sind.

Außerdem nutzt die Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim am Freitag, 21. Juni, die Gelegenheit, um die Besucher von 14 bis 18 Uhr über ihr aktuelles Dienstleistungsangebot zu informieren.

Aktuelle Themen

Im Innenhof der ehemaligen Reichsabtei stehen unter anderem Bezirksbürgermeister Jakob von Thenen und Bezirksamtsleiterin Rita Claßen bereit, um mit den Bürgern auch über aktuelle Projekte und Themen zu sprechen.

Wer sich für einen Jahrmarktbesuch entscheidet, der sollte allerdings nicht mit dem Auto anreisen, sondern besser die Busse nutzen, meinen die Veranstalter. Entsprechende Infos zu den Fahrplänen gibt es unter www.aseag.de. Wer dennoch mit dem Auto kommt, kann gegen eine Gebühr die zusätzlichen Parkplätze auf den Wiesen an der Dorffer Straße und Breiniger Straße nutzen. Die Plätze sind entsprechend ausgewiesen.

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