Aachen: Aachens Norden begeistert mit modernen Institutsbauten

Aachen : Aachens Norden begeistert mit modernen Institutsbauten

„Der Norden ist der Teil unserer Heimatstadt, der sowohl architektonisch als auch landschaftlich am reizvollsten ist“, betont Dr. Manfred Nimax. Er ist selbst geborener und auch bekennender Süd-Aachener und der Autor des Bildbandes über „Aachens Norden“, der jetzt im Einhard Verlag erschienen ist.

Mit dem Laurensberger Bezirksbürgermeister Alexander Gilson und Verlagsleiter Leo Blees präsentierte Nimax sein Werk jetzt im ehemaligen Laurensberger Rathaus der Öffentlichkeit.

Nimax, der 2012 bereits einen Bildband über „Aachens Süden“ veröffentlicht hat, ist leidenschaftlicher Radfahrer. „Ich fahre im Jahr rund 2000 Kilometer und habe auf diesem Wege auch meine fotografische Rundreise durch den Aachener Norden unternommen“, erzählt der Autor. Rund zwei Jahre hat er Material gesammelt — schließlich sollte für die Motive auch jeweils das passende schöne Wetter sein. Blauer Himmel und prächtige Blumen sind das I-Tüpfelchen bei den Fotos von Burgen, Schlössern und Gutshöfen.

„Ebenso wie Aachens Süden ist auch der Norden kein exakt eingrenzbares Areal. Seit einigen Jahren existiert zwar ein Stadtteilbüro Aachen Nord, das mittlerweile an der Talstraße 2 beheimatet ist. Aber Aachens innerstädtischer Norden ist viel umfassender als die nördliche Altstadt und die historische Industriezone im Umfeld des Nordbahnhofs an der Jülicher Straße“, erklärt Nimax. Da seien das Pontviertel, der Stadtpark und der Lousberg, das RWTH-Viertel und die Institute im Nordwesten.

„Während im Süden die Sakralbauten der einstigen Reichsabteien Burtscheid und Kornelimünster ins Auge fallen, sind es im Norden die modernen Institutsbauten der RWTH sowie überwiegend Herrenhäuser und historische Profanbauten wie das Ponttor, Gut Kalkofen, Soerser Haus, Schloss Rahe, Burg Seffent und Schloss Schönau, die hier das Bild bestimmen und von Aachens bewegter Vergangenheit zeugen“, erklärt Nimax. Der nördlichste Punkt auf der Rundreise ist unmittelbar an der niederländischen Grenze das Zollmuseum Friedrichs. Mit seinem Werk möchte Nimax dazu begeistern, die eigene Heimat neu zu entdecken.

Der größte Stadtbezirk Laurensberg mit den Großarenen des Sports, dem Tivoli und dem Reitstadion des CHIO nimmt großen Raum ein. „Wir grenzen an die Niederlande und haben auch einen Punkt auf belgischem Gebiet — denn das Dreiländereck gehört zu Laurensberg“, betonte Alexander Gilson. Der Weg von Seffent über Vetschau nach Richterich sowie der Ortsteil Horbach, die grüne Soers und Haaren sind weitere Blickpunkte im Norden, die auf insgesamt 189 Seiten im Layout von Hildegard Zieger dargestellt werden.

Unter den Bildern befinden sich kurze Infos. Darüber hinaus bietet das Buch dem Leser auch längere Textpassagen an, die den stadt- und baugeschichtlichen Hintergrund beleuchten. „Als nächstes plane ich einen Bildband über den Vennbahnweg, der schon im nächsten Jahr erscheinen könnte“, verrät Nimax, der als pensionierter Lehrer 2003 mit der Buchkarriere begonnen hat und sich selbst als Hobbyfotograf bezeichnet. Nun hat er bereits fünf Bände veröffentlicht. Der neueste ist im Einhard Verlag unter dem Titel „Aachens Norden“ erschienen und ab sofort zum Preis von 26,90 Euro im Buchhandel erhältlich.

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