Aachen: Aachens Muslime feiern das Opferfest

Aachen: Aachens Muslime feiern das Opferfest

Am Freitag beginnt das Opferfest der Muslime, einer der höchsten Feiertage im Islam. Die Moscheen rechnen mit einem riesigen Ansturm von Gläubigen. Oft können die Gotteshäuser die Zahl derer, die zum Morgengebet kommen, gar nicht fassen. Schließlich leben in der Städteregion mehr als 20.000 Angehörige des Islam.

In den vergangenen Jahren mussten beispielsweise in der Yunus-Emre-Moschee an der Stolberger Straße viele Menschen mit einem Platz draußen vor dem Betraum vorlieb nehmen und dabei Regen und Wind in Kauf nehmen.

Bis zu 3000 Gläubige können in den Räumen einer ehemaligen Tankstelle mit angeschlossenen Reparaturhallen einfach nicht untergebracht werden. Obwohl noch kein erster Spatenstich für den Neubau der Moschee gesetzt wurde, muss heutzutage aber keiner mehr im Regen stehen oder knien, eine Leichtbauhalle, die in der Bauzeit des neuen Bethauses als Übergangsheim dient, bietet ein Dach überm Kopf. Die Gebete werden per Lautsprecher aus dem Betraum dorthin übertragen.

Das Opferfest geht auf den Tag zurück, als Abraham, der Stammvater der Juden, Christen und Muslime, von Gott aufgefordert wurde, seinen Sohn zu opfern.

Erst in letzter Sekunde entband ihn Gott von dieser Forderung und stellte ihm für die Opferung einen Widder zur Verfügung. Außerdem ist das Opferfest das Ende der Hadsch, des großen Pilgerzuges nach Mekka, an dem Jahr für Jahr Millionen von Muslimen teilnehmen. Jeder Gläubige, der es sich leisten kann, ist verpflichtet, mindestens einmal in seinem Leben nach Mekka zu pilgern.

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