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Aachens erster ambulanter Hospizdienst

25 Jahre Unterstützung : Malteser waren die Vorreiter

Mit der Gründung des ersten ambulanten Hospizdienstes in Aachen legten die Malteser 1994 den Grundstein für eine bessere ambulante Versorgung sterbenskranker Menschen in Aachen. Zum Jubiläum gibt es ein Konzert.

Fünfzehn Ehrenamtliche zählte die erste Hospizgruppe unter dem Namen „DaSein“. Zehn Jähre später kam die Ortsgruppe in Baesweiler hinzu.

Heute engagieren sich in beiden Städten 60 zu Hospizhelfern ausgebildete Frauen und Männer. „Wir unterstützen die Angehörigen und Betreuenden von schwerkranken und sterbenden Menschen“, erläutert Adelheid Schönhofer-Iyassu, Leiterin des Hospiz- und Palliativberatungsdienstes der Malteser Aachen. Gemeinsam mit den Angehörigen wolle man jedem Betreuten ein Sterben in Würde ermöglichen.

Neben Schönhofer-Iyassu kümmern sich zwei Koordinatorinnen in Aachen und eine Koordinatorin in Baesweiler um die Hilfesuchenden und die ehrenamtlichen Hospizhelfer. „Wir besuchen die Kranken zu Hause, im Altenheim oder im Pflegeheim und setzen die Begleitung auch fort, wenn eine Einweisung ins Krankenhaus oder ins stationäre Hospiz notwendig ist“, sagt Schönhofer-Iyassu.

Auf Wunsch vermittelt der Malteser Hospizdienst auch medizinische oder seelsorgerische Hilfe. Durchschnittlich 80 Sterbebegleitungen leisten die Helfer pro Jahr. Zudem bestehen Kooperationen mit Altenheimen, Pflegediensten und mit dem Team von Home Care, das spezialisierte ambulante Palliativversorgung leistet.

In den Altenheimen ist das Team von „DaSein“ nicht nur begleitend tätig, sondern berät auch Leitungs- oder Pflegeteams, wenn es um ethische Fragen geht. Es hält Vorträge und Seminare zu Themen wie hospizliche Haltung, den Umgang mit Sterben und Tod oder Selbstfürsorge. Nach 25 Jahren ist der Hospizdienst der Malteser ein wichtiger Teil des Netzwerkes Hospizarbeit, das die Versorgung Sterbender in der Städteregion Aachen trägt.