Aachen: Aachens erste Rad-Vorrang-Route nimmt in Eilendorf ihren Anfang

Aachen : Aachens erste Rad-Vorrang-Route nimmt in Eilendorf ihren Anfang

Aachens erste sogenannte Rad-Vorrang-Route soll allmählich Gestalt annehmen. Die Stadt bereitet daher für den Abschnitt vom Bahnhof Eilendorf bis zum Bahnhof Rothe Erde eine Bürgerbeteiligung vor. Am kommenden Dienstag, 6. Februar, haben die Bürger Gelegenheit, sich über den Planungsstand zu informieren und eigene Anregungen zu geben.

Die Rad-Vorrang-Routen werden als wichtiger Beitrag gesehen, um den Radverkehrsanteil in der Stadt zu erhöhen und damit auch die Luft sauberer zu machen. Auf eigens beschilderten, möglicherweise auch farblich abgehobenen und komfortabel ausgebauten Strecken sollen sich Radfahrer künftig sicherer fühlen als bisher. Vielfach soll der Autoverkehr auch zurückgedrängt werden. Ziel ist es, mehr Menschen aus allen Stadtbezirken zum Umstieg aufs Fahrrad oder auf Pedelecs zu bewegen.

Der Anfang soll nun in Eilendorf gemacht werden, wo bereits seit längerem Radfahrerinitiativen an den entsprechenden Plänen tüfteln. Erarbeitet wurde eine Route, die vom Bahnhof in Eilendorf zum Rathaus Eilendorf und weiter in Richtung Vennbahntrasse führt. Am Bahnhof Rothe Erde vorbei sollen Radfahrer von dort aus weiter über Bismarckstraße und Lothringerstraße in Richtung Elisenbrunnen geführt werden.

In knapp einer Viertelstunde könnten Radfahrer die Strecke von Eilendorf in die Innenstadt zurücklegen, haben die Verkehrsplaner errechnet — weder mit dem Auto noch mit dem Bus kann man schneller ans Ziel kommen.

Ende 2019 soll dieser erste Abschnitt nach jetzigem Stand fertiggestellt sein, die nötigen Fördermittel hat das Land bereits bewilligt. Wie ein Gitter sollen später weitere Radvorrangrouten das gesamte Stadtgebiet durchziehen. Geplant ist auch eine neue Verkehrsaufteilung auf dem Grabenring, wo den Radfahrern ebenfalls mehr Platz eingeräumt werden soll.

In Eilendorf ist teils beabsichtigt, Fahrradstraßen einzurichten. Umbauarbeiten sind den Planungen zufolge vor allem bei der Querung der vielbefahrenen Von-­Coels-Straße nötig. Überlegt wird auch, den Vennbahnradweg um einen parallel geführten Wanderweg zu erweitern, um Konflikte von Fußgängern und Radfahrern zu vermeiden. Zusätzlich sollen in Eilendorf drei Pedelec-Verleihstationen eingerichtet werden, eine weitere ist am Stadtbetrieb geplant.

Größere Umgestaltungen sind im weiteren Verlauf insbesondere an der Lothringerstraße geplant, wo der vorhandene Radweg längst seine Kapazitätsgrenzen erreicht hat. Auch dort soll die Querung der Wilhelmstraße neu geplant werden.

Die Bürgerbeteiligung zu dem 3,9 Kilometer langen Abschnitt durch Eilendorf beginnt am Dienstag, 6. Februar, um 18.30 Uhr. Treffpunkt ist der Sitzungssaal des Bezirksamts Eilendorf, Heinrich-Thomas-Platz 1.

(gei)
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