Aachen: Aachener wird erneut sexueller Missbrauch vorgeworfen

Aachen : Aachener wird erneut sexueller Missbrauch vorgeworfen

Zu einer Haftstrafe von fünf Jahren wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen in 47 Fällen war der Aachener Thomas K. (39) bereits im Jahr 2010 vom Aachener Landgericht verurteilt worden. Jetzt steht der Gabelstaplerfahrer erneut vor einer großen Strafkammer, weil er sich wieder Kindern genähert haben soll.

Die Anklage, die am Mittwoch vor der 5. Großen Strafkammer unter Vorsitz von Richterin Regina Böhme verlesen wurde, erstreckt sich auf einen Tatzeitraum von April 2017 bis Januar 2018. Der Angeklagte wurde am 10. Januar festgenommen.

Bei der Betreuung von Nachbarskindern sei es wiederholt zu sexuellen Übergriffen gekommen, heißt es in der Anklageschrift. Dabei geht es um einen achtjährigen Jungen, den Thomas K. betreuen sollte. K. habe das Kind unsittlich angefasst und habe sogar Fotos davon gemacht, die er per Whatsapp einem „Gleichgesinnten“ zur Verfügung gestellt haben soll.

Angeklagter entschuldigt sich

Im September 2017 soll es gleichermaßen einen älteren Jungen getroffen haben. Der damals Zwölfjährige war wohl zu Besuch bei der Familie. Thomas K. ließ am Mittwoch über seinen Verteidiger verlauten, die Vorwürfe seien im Prinzip richtig. Am ersten Verhandlungstag entschuldigte er sich und sagte, er wolle alles zur Aufklärung beitragen und kündigte für den nächsten Verhandlungstag, das ist der 4. Juni, ein umfassendes Geständnis an.

Straftäter wie K. werden nach der Freilassung, im vorliegenden Fall war das im Jahr 2015, von einem Landesprogramm mit dem Namen „Kurs“ (Konzeption zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern) überwacht. Das Programm ist zwar engmaschig, stößt aber offensichtlich immer wieder an seine Grenzen. Thomas K. droht jetzt Sicherungsverwahrung.

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