Aachen: Aachener Tierheim kann sich auf viele treue Freunde verlassen

Aachen: Aachener Tierheim kann sich auf viele treue Freunde verlassen

Viele Leute und gute Stimmung: Im Aachener Tierheim tanzt beim diesjährigen Sommerfest der Bär- oder vielmehr der Hund, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Rüde „Bima“, ein holländischer Schäferhund, führt einen kleinen Freudentanz auf, als er dem begeisterten Publikum stellvertretend für alle Tierheimbewohner als Erster beweisen darf, was für liebe und aufgeweckte Hunde dort leben.

Um den Stress für die Tiere während des alljährlichen Festes so gering wie möglich zu halten, befinden sie sich normalerweise im hinteren, ruhigen Teil des rund 5000 Quadratmeter großen Geländes. Daher gehören die kurzen Vorführungen, bei denen die Hunde die eingeprobten Kunststücke zeigen, zu den Ausnahmen, aber auch zu den Höhepunkten des Tages. Nur die Katzen liegen wie gewohnt in ihren Außengehegen und genießen die zahlreichen Streicheleinheiten der vorbei schlendernden Besucher.

Über die Anlage verteilt finden sich Stände von Tierschutzorganisationen, die zum Unterschreiben von Petitionen aufrufen, und ein kleiner Trödelmarkt. Mehrere Buffets sorgen für die vegetarische Verpflegung. An der großen Tombola stehen Tierheimpaten bereit und bringen die begehrten Lose unters Volk.

Das Sommerfest im Tierheim hat eine 23 Jahre alte Tradition und bedarf immer einer langen Vorbereitung. Anfangs fing alles klein an, doch mittlerweile werden jedes Jahr um die 5000 Besucher erwartet.

Alle Tierheimangestellten und —Paten wirken vor und hinter den Kulissen mit. „Das Fest ist jedes Mal ein großer Erfolg“, freut sich der erste Vorsitzende des Vereins Lutz Vierthaler. „Dank der vielen Ehrenamtlichen ist von diesem Tag ein Gewinn von 8000 Euro abzüglich aller sonstigen Kosten zu erwarten. Ohne die vielen Helfer, wäre das Fest nicht möglich.“

Das Tierheim beherbergt zurzeit um die 85 Katzen, 32 Hunde und 43 Kleintiere. Da kommen leicht jährliche Kosten von gut 700.000 Euro zusammen. Doch auch wenn sich das Tierheim über das eingenommene Geld freut, „ist die Aufmerksamkeit der Besucher der größte Erfolg“, so Vierthaler. Denn jeder könnte einer derer sein, die einem Heimtier ein neues Zuhause geben.

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