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Uniform-Kameras im Kommen: Aachener Polizisten sind bald auch mit Bodycams im Einsatz

Uniform-Kameras im Kommen : Aachener Polizisten sind bald auch mit Bodycams im Einsatz

Auch die Aachener Polizeibeamten werden zukünftig mit sogenannten Bodycams im Einsatz unterwegs sein – kleinen Kameras, die an der Uniform befestigt werden.

Die Kameras sollen kritische Einsatzsituationen entschärfen und deeskalierend wirken. Beamtinnen und Beamte sollen so besser vor Übergriffen geschützt werden. „Wir müssen mit Sorge feststellen, dass wir im Laufe der letzten Jahre einen deutlichen Anstieg der Gewalt gegenüber Polizeibeamtinnen und -beamten zu verzeichnen haben“, sagte Aachens Polizeipräsident Dirk Weinspach am Dienstag. Oft würden die banalsten Einsatzanlässe genutzt, um persönlichen Frust gewaltsam bei ihnen abzuladen – „sei es durch Bedrohungen, Beleidigungen oder durch körperliche Gewalt“.

Ein wissenschaftlich begleitetes Pilotprojekt in den Kreispolizeibehörden Duisburg, Düsseldorf, Köln, Wuppertal und Siegen-Wittgenstein habe die deeskalierende Wirkung der Kameras zuvor bestätigt.

Die Kameras, die sichtbar an den Uniformen getragen werden, zeichnen nicht durchgehend auf. Um eine Aufnahme zu starten, muss die Kamera aktiv eingeschaltet werden. Ein rot blinkendes Licht signalisiert dann, dass gerade eine Aufnahme läuft.

Dabei gelten strenge rechtliche Voraussetzungen: Die Bodycams dürfen nur in konkreten Gefahrensituationen eingeschaltet werden. Innerhalb von Wohnungen liegen die Anforderungen noch höher, aufgrund des hohen gesetzlichen Stellenwertes der Privatsphäre. Die Aufnahmen müssen, sofern sie keine Beweismittel in einem Strafverfahren darstellen, spätestens nach 14 Tagen gelöscht werden.

Die Beamten werden bereits geschult, die ersten Streifenteams werden in Kürze ihren Dienst mit der neuen Ausrüstung antreten.

(red/pol)