Aachen: Aachener Musiker spielen und plaudern in intimer Atmosphäre

Aachen: Aachener Musiker spielen und plaudern in intimer Atmosphäre

Rick Takvorian hat viele Auftritte an diesem Abend. Mal ist er Rocker, mal Soul-Sänger. Vor allem aber ist er Moderator seiner neuen Reihe „Café Rick”. Fünf Aachener Bands und Solo-Künstler sind der Einladung des Leiters des städtischen Veranstaltungsmanagements ins „KuKuK” gefolgt.

Ihre Musik könnte verschiedener kaum sein, doch zwei Dinge haben sie an diesem Sonntagabend gemeinsam: sie reden mit Rick, und sie machen Musik mit Rick.

Ein Spaß, der ankommt

„Ich hatte schon vor einigen Jahren die Idee, eine Reihe von ganz unterschiedlichen Musikern einzuladen, um dann im intimen Rahmen mit den Musikern zu plaudern”, erklärt Takvorian. „Der Clou ist, dass sie dann ein Stück mit mir spielen. Meine Rolle ist normalerweise die Leitung oder Organisation. Das hier ist ein Spaß, den ich mir auch mal erlaube.” Ein Spaß, der ankommt: Gut 300 Gäste, schätzt Takvorian, tummeln sich im und um das kleine Kunst- und Kulturhaus an der deutsch-belgischen Grenze.

Sängerin Farah Rieli macht den Anfang mit ihrem Song „Listen up”. Es folgen Harald Ingenhag, der auf ungewöhnlichen Klangkörpern wie einer Vase trommelt und Viola Kramer mit ihrem etwas unorthodoxen Gesang. Das Publikum steht dicht an dicht, es ist warm, wenige sitzen und ihre Füße können fast die Bühne erreichen - wobei diese nur aus einem Teppich mit Blumenmustern und einem roten Sofa besteht. Das Sofa gehört zu Horst Wackerbarth, der am Nachmittag seine bekannten Porträt-Bilder geschossen hat.

Jetzt sitzt Takvorian auf dem Sofa und plaudert mit den Künstlern über ihren Werdegang oder die Frage, wie es um die Aachener Musikszene bestellt ist. Einige gute Talente gebe es hier, da sind sich Rieli und Co. einig. Den Beweis dafür liefern zwei junge Musiker der Band „The Seed and the Crowbar”, Kim Gaubies und Nick Takvorian, Ricks Sohn. Ein donnernder Applaus und „Zugabe”-Rufe für die Indie-Alternative-Künstler sprechen für sich. Zum Schluss sind Peter Sonntag und Band - natürlich inklusive Rick - an der Reihe und bringen die Stimmung mit noch fetzigeren Tönen zum Kochen. „Die intime Atmosphäre lässt musikalisch viel zu”, meint Sonntag.

Und was sagt das Publikum selbst? „Für mich war das eine sehr authentische Musik, nichts Gekünsteltes”, findet Christoph Schwaeppe (54). Auch für Heide Stadelmann (49) war der Abend „einfach super. Ich fand es toll, dass auch junge Aachener Musiker vorgestellt worden. Und es war eine sehr, sehr gute Atmosphäre, es war wie in einem Wohnzimmer.” Rick Takvorian verspricht: „Wir wiederholen das.”

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