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Neues Rechenzentrum für Finanzverwaltung: Aachener Landmarken AG plant 300-Millionen-Projekt für NRW

Neues Rechenzentrum für Finanzverwaltung : Aachener Landmarken AG plant 300-Millionen-Projekt für NRW

In einem Auswahlverfahren hat das Land Nordrhein-Westfalen entschieden: Die Aachener Landmarken AG realisiert das neue Gebäude für die Finanzverwaltung NRW. Das Sieger-Grundstück liegt in Düsseldorfs Nachbarstadt Kaarst.

Die Landmarken AG hat das Investorenauswahlverfahren des Landes gewonnen und realisiert das neue Rechenzentrum der Finanzverwaltung NRW. Landmarken war mit einem gemeinsamen Entwurf mit dem Düsseldorfer Büro agn Architekten, Ingenieure, Generalplaner und einem gut angebundenen Grundstück in Kaarst in die europaweite Ausschreibung gegangen.

Das rund 30.000 Quadratmeter große Grundstück im Süden von Kaarst liegt in einem Entwicklungsgebiet knapp zwölf Kilometer von der Landeshauptstadt entfernt. Der Mietvertrag über 20 Jahre Laufzeit mit zweimaliger Verlängerungsoption wurde bereits unterzeichnet. „Die Ansiedlung des Rechenzentrums hat in unseren Planungen seit längerer Zeit eine zentrale Rolle gespielt“, sagt Kaarsts Bürgermeisterin Ursula Baum.

Für die Landmarken AG sei es eines der größten Projekte der Unternehmensgeschichte. „Dass nach einem intensiven und herausfordernden Vergabeverfahren diese komplexe Aufgabe an uns herangetragen wurde, macht uns sehr stolz“, sagt Nils Perpeet, Leiter Büro- und Spezialimmobilien der Landmarken AG.

Nach Angaben des Aachener Investors entsteht ein Neubauensemble mit rund 37.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche, mit Arbeitsplätzen für knapp 1000 Mitarbeiter der Finanzverwaltung NRW. Eine „produktive Wohlfühlatmosphäre“ soll hier laut Landmarken-Vorstand entstehen. Neben Flächen für Büro- und Besprechungsräume werden auch das Rechenzentrum, Lager und Werkstätten, eine Druckerei sowie eine Kantine zu dem Ensemble gehören.

Betriebskosten wird das Land NRW als Mieter durch den Einsatz energieeffizienter Technologien sparen können. Zum Team, das sich hinter dem Projekt verbirgt, gehören Spezialisten der Landmarken AG, dem Architekturbüro agn Niederberghaus & Partner, Drees und Sommer sowie der ZECH Bau SE, die für die weitere Planung und die gesamte Bauausführung beauftragt worden ist. Der gesamte Investitionsumfang liegt bei zirka 300 Millionen Euro. An der Finanzierung dieses enormen Projekts sind elf Sparkassen beteiligt. Baubeginn ist für 2023 geplant, die Übergabe soll 2026 stattfinden.

Die Finanzverwaltung arbeitet heute hoch automatisiert und muss deshalb ihre technischen Möglichkeiten unter höchsten Sicherheitsanforderungen für den Datenschutz modernisieren. Damit das gelingt, werden die derzeit auf mehrere Gebäude in der Landeshauptstadt verteilten Beschäftigten künftig in einer Liegenschaft vereint.

„Wir machen die Finanzverwaltung fit für kommende Herausforderungen, die unabdingbar mit Themen wie der Digitalisierung verknüpft sind“, betonte Minister Lutz Lienenkämper, „das dient der Optimierung interner Abläufe, aber natürlich auch den Bürgerinnen und Bürgern, die sich darauf verlassen können, dass die Verwaltung effizient arbeitet und verantwortungsbewusst mit Steuergeldern umgeht.“ Das Gebäude wird den vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) festgelegten Anforderungen entsprechen und verfügt über ein besonderes Sicherheitskonzept.

(red)