Aachener Kunstgeschichten: Aktuelles aus den Galerien

Kunstgeschichten : Ein Austausch, ein Umzug und karierte Klänge

Beim Rundgang durch die Aachener Kunstszene stellen wir wieder bemerkenswerte Projekte vor. Kunst von Autodidakten steht zum Beispiel im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung in der Nadelfabrik am Reichsweg.

„KunstHierHer“ nennt sich der Künstleraustausch, den die Aachener Malerin Susanne Patzke nun schon zum achten Mal organisiert und somit eine Ausstellung mit wechselnden Künstlern besetzt. In diesem Jahr allerdings trifft sich das Team von 2017 noch einmal und präsentiert mit Angelika Schneeberger und Bernd Müller aus Köln Landschaftsmalerei und Skulptur sowie mit Andreas Hermann und Susanne Patzke selbst Fotografie und Malerei/Zeichnung. Thematisiert wird insbesondere Kunst von Autodidakten. Die Vernissage zur Ausstellung in der Nadelfabrik, Reichsweg 30, findet am Freitag, 5. Oktober, 20 Uhr, statt, besichtigt werden können die Arbeiten am Samstag und Sonntag von jeweils 11 bis 18 Uhr. Sonntags um 15 Uhr erläutert Bernd Müller seine Bronzen von der Idee bis zur Fertigstellung.

An der Wilhelmstraße 16, unterhalb des Suermondt-Ludwig-Museums, hat die Galerie Hexagone ihr neues und größeres Domizil mit mehreren Räumen und Souterrain-Charme bezogen und zur Kunstroute mit einer Ausstellung des polnischen Malers und Designers Hyazinth Pakulla eröffnet. Märchenhafte Bilder erschließen sich dem Betrachter, wenn er die sanften, ruhigen Arbeiten des in Paderborn lebenden Künstlers anschaut und in der Magie der Fantasie- und Traumwelt mit den Augen spazieren geht. Pakulla stellt bereits zum wiederholten Mal in der Galerie Hexagone aus und zeigt seine Bilderschau „Stille Welten“ noch bis zum 24. Oktober. Geöffnet ist die Galerie nach wie vor mittwochs bis freitags von 12.30 bis 18 Uhr und samstags von 12.30 bis 15.30 Uhr sowie nach Absprache unter 0175/6736849.

„Gestreifte Töne“

„Gestreifte Töne, karierte Klänge“ bietet die Atelier-Galerie krr (sprich: kah-2-err) an der Jakobstraße 192 mit der der gleichnamige Künstler eine völlig neue, einzigartige Position in der Aachener Kunstlandschaft besetzt. Die Linie, Kritzeleien und ihre Auslegungen im automatischen Zeichnen und Schreiben sind das Schwerpunktthema des Künstlers, der sich nun mit seinen Gästen Uli Freude, Käpten Nobbi und PJ Berner „Klang-Störungen“ verschrieben hat. „Gestreifte Töne und karierte Klänge“ finden neben außergewöhnlichen Instrument-Objekten Niederschlag auch als konstruierte oder bemalte Schallplatten und Musikkassetten, die die Klänge nicht unbedingt visualisieren, aber den Klangträger bearbeiten. Weiterhin gibt es eine nur nach reiflicher Auseinandersetzung spielbare Partitur und „unterschwellig Subversives“ fürs Ohr. Zu sehen ist die äußerst kreative, surrealistisch-humorvolle Schau noch bis zum 14. Oktober, Terminvereinbarung ist unter Telefon 0175/ 835 6162 erbeten.

Eine Retrospektive

Eine Retrospektive ihrer Arbeiten aus verschiedenen Werkphasen, die teilweise noch nie der Öffentlichkeit vorgestellt wurden, zeigt die Aachener Künstlerin Marjam König im Kunstkollektief Vaals, Beemderlaan 8, Vaals, am 6.,7., 13. und 14. Oktober. Die Vernissage findet am 6. Oktober um 14 Uhr statt.

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