Parkalarm auf Melaten: Aachener Klinikum findet noch 200 Parkplätze

Parkalarm auf Melaten : Aachener Klinikum findet noch 200 Parkplätze

Der versammelte Protest der Kommunalpolitiker in Sachen Aachener Uniklinik scheint gefruchtet zu haben. In der Sitzung des Planungsausschusses von Anfang Dezember hatte es nachdrückliche und sehr ernsthafte Aufforderungen an die Klinikverwaltung gegeben, sich um das sich zuspitzende Parkproblem vor dem Großkrankenhaus auf Melaten zu kümmern.

In der jüngsten Sitzung des Gremiums konnte der Kaufmännische Direktor der Klinik, Peter Asché, am Donnerstag dann berichten, man sei erfolgreich gewesen im Bemühen, kurzfristig Parkplätze zu gewinnen, mit denen die durch die Baumaßnahmen weggefallenen Stellplätze kompensiert werden sollen.

Fündig geworden ist der Verwaltungschef quasi „um die Ecke“ herum, hinter dem Knick der Kullenhofstraße, die von dort in Richtung Vaalser Straße abschwenkt. Hier, in unmittelbarer Nähe des Kreisverteilers, befindet sich eine „zu sicherlich zwei Dritteln ungenutzte“ Parkplatzfläche des Studierendenwerks, das gegenüber an der Kullenhofstraße Wohnheime betreibt. In Verhandlungen, berichtete Asché, habe man sich hier zunächst rund 100 Stellplätze sichern können, die jetzt für einen Ringtausch genutzt würden.

Um aktuell ortsnahe Parkplätze für Krankenbesuche oder für Patienten, die zur ambulanten Behandlung in die Klinik müssen, freizubekommen, wird man die Parkplätze der Klinikbeschäftigten dorthin verlegen. Zusätzlich zu Stellplätzen auf dem Parkplatz der Wohnheimmieter sollen zudem noch knapp 40 Plätze auf dem Bedienstetenparkplatz des Studierendenwerkes mitgenutzt werden. Asché machte deutlich, dass bis zum Bau des neuen Großparkhauses auf dem Gelände des Studierendenwerkes mit Übergangslösungen gearbeitet werden müsse. In der Tat seien von den etwas mehr als 2100 Stellplätzen während des Umbaus der Kullenhofstraße etwa 200 Parkplätze weggefallen. Bis zum Parkhausneubau 2020 müsse man mit Provisorien leben.

Auch derzeit werde noch entlang der Kullenhofstraße gebuddelt, erläuterte Kliniksprecher Mathias Brandstädter die Lage. Dort werden bis Mitte oder Ende März Versorgungskabel entlang des Straßenverlaufs auf dem Gelände des öffentlichen Parkplatzes verlegt, es fehlen also bis dahin noch Plätze.

Flächen am Hörsaalgebäude

Eine dritte Möglichkeit zur Stellplatzbeschaffung fasse man auf dem Gelände des neuen Hörsaalgebäudes CT-Quadrat ins Auge, sagte Asché im Planungsausschuss. Das „Center for Teaching and Training“ der medizinischen Fakultät habe genügend Parkraum. Das Problem sei momentan, dass dieser nicht bewirtschaftet ist. „Es gibt dort keine Schranken für die Ein- und Ausfahrt“, erläuterte Brandstädter. Mit dieser Fläche käme man insgesamt auf eine Kompensation von rund 200 Stellplätzen, die durch den Ringtausch dann wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung stünden.

Vor allem die örtlichen Ratsvertreter Norbert Plum (SPD) und Ale­xander Gilson (CDU) hatten im Dezember den Parkalarm ausgelöst, da immer mehr Parksuchverkehre bis in die Wohnviertel Steppenberg und bis hin zur Bleiberger Straße zu finden waren – und dort die Anwohnerparker verdrängten. Selbst einzelne Fachkliniken im Krankenhaus waren laut Plum im vergangenen Herbst dazu übergegangen, ihre ambulanten Patienten, die aus der Region mit dem Auto anreisen mussten, bis zu zwei Stunden früher zu bestellen.

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