Aachen: Aachener Hilfe für die Gesundheit in Mosambik

Aachen: Aachener Hilfe für die Gesundheit in Mosambik

Oft sind es nur ganz kleine Dinge, die das Leben in einem Krankenhaus in Mosambik entscheidend verbessern: ein Dach, das die Patienten auf dem dreißig Meter langen Gang zur Intensivstation vor den zum Teil heftigen Regenfällen schützt, oder die Beleuchtung und Einrichtung in einem Behandlungszimmer, in dem Blut abgenommen wird.

Auch die Cola, die den freiwilligen Helfern zum Abschluss einer Aids-Konferenz angeboten wird, fördere die Motivation, berichtete Dr. Annett Pfeiffer, Kinderärztin aus Aachen, die seit 1998 zusammen mit Dr. Konrad Steidel in dem ostafrikanischen Land lebt.

Sie arbeiten dort im Auftrag der Regierung und des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) an einer vor sieben Jahren gegründeten Universität und sind für die Ausbildung von Ärzten zuständig, von denen es nur sehr wenige gibt: 500 bei einer Bevölkerungszahl von 18 Millionen. Das macht einen Mediziner für 36.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt das Verhältnis 1:269.

Unterstützung bekommen sie auch aus Aachen, vom „Förderverein Kinderklinik Beira e.V.”, der zum Beispiel für einen Patienten die Transportkosten übernimmt, wenn ein internationales Ärzteteam mal wieder für ein paar Tage in Maputo weilt, um aufwändige Operationen durchzuführen. Auch der Bau eines Waschhauses am Krankenhaus wurde aus Aachen unterstützt. Die Patienten, die ihre eigene Kleidung mitbringen, hatten diese bislang in Pfützen gewaschen. Jetzt gibt es fließendes Wasser.

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