Aachen: Aachener Helfer packen in überfluteten Gebieten mit an

Aachen: Aachener Helfer packen in überfluteten Gebieten mit an

An Elbe und Saale kämpfen die Menschen in diesen Tagen weiter mit allen Kräften gegen das bedrohliche Hochwasser. Betroffen sind, nachdem die Flut in Sachsen oder Bayern wieder abläuft, vor allem Sachsen-Anhalt und Brandenburg mit Städten wie Halle, Magdeburg und Wittenberg. Mehrere Dämme sind seit Sonntag gebrochen.

In den nördlichen Bundesländern versucht man sich mit Massen von Sandsäcken gegen die Wassermassen zu schützen, es laufen groß angelegte Evakuierungsaktionen.

Polizisten helfen bei Evakuierung

Tausende Feuerwehrleute, Bundeswehrsoldaten und Freiwillige sind im Einsatz gegen die Flut. Und um dort zu helfen, wo das Wasser sich langsam zurückzieht. Auch aus Aachen und der Städteregion haben sich am Wochenende und am Montag hunderte Helfer auf den Weg in die überfluteten Gebiete gemacht. Mit rund 50 Polizisten unterstützt die Aachener Polizei die Behörden in Meißen im Kampf gegen das Hochwasser. Zusammen mit Beamten aus Mönchengladbach und Recklinghausen haben sind sie am Montag in einer Einsatzhundertschaft aufgebrochen. Im Zwölf-Stunden-Rhythmus werde sie bei Raumschutz- und Evakuierungsmaßnahmen helfen.

Ebenfalls Montagmorgen sind in Magdeburg, der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, 33 Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus der Städteregion eingetroffen. Dort unterstützen sie den Katastrophenschutz des DRK, der bereits dort tätig ist. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Sanitäts-Versorgung und der Betreuung von Verletzten und Betroffenen.

Bereits seit Sonntag hilft das Aachener Technische Hilfswerk (THW) tatkräftig beim Kampf gegen das Hochwasser an der Elbe. Die neun Helfer aus Aachen sind mit einem Mannschaftstransportwagen, einem schweren Gerätkraftwagen und mit einem Notstromerzeuger in Richtung Elbe aufgebrochen. In Heiligenhaus bei Ratingen trafen sie sich mit anderen Kräften aus NRW, um zum gemeinsamen Einsatzort Elster im Kreis Wittenberg zu fahren. Hier packten die THW-Helfer vor allem bei der Deichsicherung, beim Ausleuchten von Einsatzstellen und bei der technischen Hilfe für Flutopfer mit an. Bei Bedarf will das THW weitere Helfer aus Aachen anfordern.

Feuerwehrkräfte planen Einsatz

Die Feuerwehr aus der Städteregion ist bereits seit Freitag mit sechs Einsatzkräften in Magdeburg. Sie waren über die Bezirksregierung Köln angefordert worden. Als Teil der „Mobilen Führungsunterstützung Rheinland“ fuhren sie mit insgesamt 48 Leuten an die Elbe. Ihr Job ist die Einsatzplanung an einem bestimmten Abschnitt des Hochwasser-Flusses. Sie kümmern sich aber auch um Verpflegung und Logistik.

(maf)