Aachener gehen im Oktober auf große Schokofahrt nach Amsterdam

Umweltschutz bei Süßwaren : Sie strampeln für Schokolade

Schokolade genießen und das mit einem guten Gewissen – zumindest was den ökologischen Fußabdruck angeht: Bei der Schokofahrt geht es darum, die beliebte Süßigkeit emmissionsfrei vom Erzeuger zum Kunden zu bringen. Die letzten Kilometer von Amsterdam nach Aachen werden mit dem Fahrrad zurückgelegt.

Katharina Nippgen mag Fahrradfahren und Schokolade. Darum engagiert die 32-Jährige aus Aachen bei der nächsten Schokofahrt, die im Herbst bis Amsterdam und zurück geht.

Bei der Schokofahrt handelt es sich um eine dezentral organisierte, private Fahrradtour für den emissionsfreien Transport von Schokolade. „Die Idee dahinter stammt aus Münster“, erzählt Katharina Nippgen im Gespräch mit unserer Redaktion.

„Wir möchten für nachhaltige Mobilität, CO2-neutralen Transport und bewussten Genuss werben“, führt sie weiter aus. Das klappt deshalb, weil es in Amsterdam eine Schokoladenfabrik gibt, die emmissionsfreie Schokolade herstellt: Die „Chocolate Makers“. „Die Bohnen, und das ist ja das wichtigste an der Schokolade, werden mit Lastensegelschiffen nach Amsterdam gebracht“, sagt Nippgen. Und die Radfahrer, die sich mittlerweile in vielen deutschen Städten zusammentun, wollen auch die letzten Kilometer bis zum Endverbraucher emmissionsfrei halten. „Wir verfolgen dabei keine kommerziellen Zwecke“, betont Nippgen, „wir sind non-profit-mäßig unterwegs und machen (außer für die Schokolade) keine Werbung für bestimmte Produkte.“

Hoffen auf Teilnehmer und Abnehmer

Bei der letzten Schokofahrt sind etwa 30 Kilogramm süße Ware von Amsterdam nach Aachen gebracht worden. Abnehmer waren vier Läden im Stadtgebiet. „Wir hoffen, dass wir für die kommende Fahrt noch mehr Teilnehmer und auch noch mehr Abnehmer finden“, sagt Katharina Nippgen.

Die nächste Schokofahrt findet in der Zeit vom 3. bis 7. Oktober statt. „Darum ist wetterfeste Kleidung sowie wetterfeste Verpackung für die Schokolade unbedingt erforderlich“, erklärt Katharina Nippgen. Und natürlich ein Rad, entweder ein Lastenrad oder eines mit großen Packtaschen für die Schokolade. Die genaue Route nach Amsterdam steht noch nicht fest, so viel kann Nippgen aber schon mal verraten: „Wir fahren in zwei Etappen mit jeweils mehr als 100 Kilometern Wegstrecke.“ Körperliche Fitness sei also schon eine wichtige Voraussetzung für alle Teilnehmer. Ein Begleitfahrzeug wird es nicht geben, persönliches Gepäck muss also auch jeder selbst schleppen.

Schöne Idee, schöne Gemeinschaft

Schokolade gibt es ja in Aachen eigentlich genug. Warum also so eine mühsame Tour mit dem Rad nach Amsterdam? Katharina Nippgen erklärt ihre Motivation so: „Zunächst einmal gefällt mir die Idee mit der emmissionsfreien Schokolade sehr gut. Dann ist die Gemeinschaft unterwegs und vor Ort einfach großartig.“ Denn außer den Aachener Schokofahrern seien auch die Teilnehmer aus anderen Städten, also Münster, Würzburg oder München, zum gleichen Zeitraum in Amsterdam. „Und außerdem bietet so eine Fahrt die Möglichkeit, die traumhaft gute Infrastruktur für Radfahrer in den Niederlanden zu erleben.“ Als Radfahrerin in Aachen weiß sie, wovon sie spricht.

Wer mehr zum Thema Schokofahrt erfahren möchte, kann am Freitag zu einem ersten Informationstreffen kommen. Das findet ab 20.30 Uhr im Restaurant Pfannenzauber, Suermondtplatz 12, statt. Weitere Informationen gibt es außerdem im Netz unter www.schokofahrt.de

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