Aachen: Aachener Firmenlauf: Spitzensport, Schweiß und Spökes

Aachen : Aachener Firmenlauf: Spitzensport, Schweiß und Spökes

Über Wochen und Monate wurde der Aachener Firmenlauf geplant, jedes noch so kleine Detail besprochen. Und doch wird Organisator Daniel Gier am Morgen ein Stoßgebet gen Himmel geschickt haben, bevor er das erste Mal aus dem Fenster schaute.

Doch prompt kam die Erleichterung: Trocken, wenige Wolken, Sonnenschein — Glück gehabt. Das Wetter stand einer erfolgreichen sechsten Ausgabe also nicht im Weg. Doch das beruhigte den Organisator noch nicht: „Ich bin total nervös gewesen.“ Kein Wunder, schließlich kramten stolze 7000 Läufer und Läuferinnen aus rund 500 Firmen die Sportschuhe heraus, um die diesjährige Strecke durch den Campus Melaten zu meistern.

Und wer für das optimale Wetter verantwortlich ist, klärte sich auch schnurstracks. „Das haben wir von der Stadtverwaltung aus bestellt“, scherzte Bürgermeister Norbert Plum, der den Oberbürgermeister als Schirmherren vertrat. Gelaufen werden konnte auf der 4,8 sowie der etwas sportlicheren 9,6 Kilometer langen Strecke. Und bei 7000 Sportlern kann es sich da am Streckenbeginn schon einmal tummeln.

Über fünf Minuten nach den ersten Startern, einem Aachener American-Football-Team, überquerten dann auch die Letzten die Startlinie. „Ich glaube, so schnell bin ich noch nie gelaufen“, sagte Teilnehmer Marvin Ziemons schwer atmend. Auch wenn es zu Beginn „ätzend eng“ war, wie er erklärte. Dafür dürften alle Spaß gehabt haben, schließlich tummelten sich so manche Superhelden, Hippies und Drachen im Teilnehmerfeld.

Und wer sich ins Ziel rettete, der konnte danach gemütlich an zig Pavillons vorbeischlendern, in denen teilnehmende Unternehmen sich und ihre Produkte vorstellten. Als „kleine Wirtschaftsschau“ bezeichnete es eine vorbeigehende Besucherin. Im Vordergrund des Laufsportevents steht aber natürlich der gute Zweck, vor allem die Förderung von Kindern und Jugendlichen.

So wird die Rekordsumme in Höhe von 30.000 Euro dann auch gerecht unter drei Einrichtungen aufgeteilt: Sowohl der Förderverein „Kinderseele“ als auch „Brückenschlag Aachen“ und das Projekt „Feuervogel“ der Suchthilfe Aachen bekamen je ein Drittel des Geldkuchens ab. Ein bisschen grau färbte sich der Himmel am Ende dann doch noch, trotzdem blieb das Event insgesamt ohne Wermutstropfen.

Denn „organisatorisch verlief alles problemlos“, versicherte Daniel Gier. Auch wenn es am Bendplatz, der als riesiger Parkplatz gebraucht wurde, nach Aussagen einiger Läufer teilweise etwas eng wurde. „Das hat sich aber schnell wieder aufgelöst“, so der Organisator. Und so schnell wie die 50 Tonnen Materialgewicht in Form von Pavillons oder anderem Equipment im Vorhinein aufgebaut wurden, verschwanden sie dann auch wieder. Um 23 Uhr sollten nämlich alle Spuren wieder beseitigt sein.

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