Aachener Firmenlauf: 8200 Läufer und 35.000 Euro Spenden

8200 Teilnehmer am Start : Beim Firmenlauf in Aachen gibt’s jede Menge Sieger

Die Schecks passten nicht aufs Bild! Das lag sowohl an der Dimension der Kartons als auch an der Anzahl der unterstützten Organisationen. „Wir können uns in jedem Jahr steigern“, strahlte der Cheforganisator des Aachener Firmenlaufs, Daniel Gier, bei der Übergabe der Zuwendungen am Freitagabend.

Sechs Organisationen durften sich über Bares in nennenswerter Höhe freuen. Ermöglicht wurde das von mehr als 8200 Teilnehmern.

Gier und die Sponsoren des Firmenlaufes freuten sich vor dem ersten Startschuss über eine Gesamtsumme von 35.000 Euro, die es zu verteilen galt. „Gutes zu tun liegt uns ganz besonders am Herzen“, zeigte sich auch Vorstand Jens Ulrich Meyer angetan. „Aber auch das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Kollegenkreise wird auf diese Art vertieft“, hat er selbst in der Vergangenheit schon bemerkt.

Andere Unternehmen nutzten die Gunst der Anhäufung von über 600 Firmen am Campus zur Kontaktpflege, das eine oder andere Kaltgetränk nach dem Zieleinlauf eingeschlossen. Insgesamt mehr als 8200 Starter wurden in diesem Jahr vom Rundkurs um den Campus Melaten angezogen. Dabei verteilten sich die Teilnehmer auf drei verschiedene Distanzen. Man hatte die Wahl zwischen zwei (4,8 Kilometer), drei (7,2) oder vier Runden (9,6). Sportpaten waren in diesem Jahr gleich zwei bekannte Persönlichkeiten: Christina Obergföll, lange Jahre in der Speerwurf-Weltelite unterwegs, freute sich ebenso über ihr Debüt am Campus wie André Collet, Local Hero der läuferischen Langdistanz und frischgebackener Deutscher Meister über 100 Kilometer, über die wiederholte Berufung.

Vieles ist beim Firmenlauf liebgewonnene Tradition, obwohl die Veranstaltung erst 2012 erstmalig stattfand. Aber die Organisatoren haben es verstanden, mit perfekter Planung für ein Ambiente zu sorgen, das diesen großen Erfolg zeitigt. So halten vor jedem Start die Footballer der Aachen Vampires die Starter im Zaum, im Hintergrund feuern die Cheerleaders der Slakers vom TV Richterich die Sportler an, und dann folgt der Startschuss, in diesem Jahr von Bezirksbürgermeisterin Marianne Conradt.

Es war wieder ein farbenfrohes Spektakel, das sich auf grauem Asphalt abspielte. Die größten Gruppen kamen von Saint-Gobain (186 Starter), FEV (133) und Lindt & Sprüngli (131). Mancher Starter dokumentierte seinen Teamgeist, indem er bereits am Start vom Lauf- in den Walking-Rhythmus wechselte – dabei sein war alles. Auch für einen Dinosaurier, der ein Schild mit dem Hinweis auf den Klimawandel in der Hand hielt. Kurzum, für Stimmung war gesorgt.

Auch bei Peter Boßdorf, schließlich erhielt er, auch als Dank für sein bereits Jahrzehnte währendes Engagement für in Not geratene Kinder, den Löwenanteil der Unterstützungsgelder. Insgesamt 2,3 Millionen Euro hat er in den vergangenen 24 Jahren gesammelt, ein ganz besonderer Rekord.

Ob die Erfolgsgeschichte am Campus fortgeschrieben wird, steht derweil noch in den Sternen. Auch hier wird der Platz knapper, möglicherweise muss bereits für den nächsten Firmenlauf ein neues Terrain gesucht werden. Doch von solchen Probleme möchten sich die Verantwortlichen nicht abschrecken lassen.

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