Aachen: Studierende der Musikhochschule spielen für den guten Zweck

Traditionelles Adventskonzert : Musik, Glühwein und Dominosteine

Bei ihrem traditionellen Konzert zum Advent geben Studierende der Musikhochschule Aachen Einblicke in ihr Können. Und sie tun das auch für den guten Zweck. Der Erlös kommt dem Verein „Nele und Hanns Bittmann - Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region Aachen“. zugute.

Die Professoren Hans-Werner Huppertz (Gitarre) und Claudia Kunz-Eisenlohr (Gesang) organisieren dieses spezielle Konzert (Beginn am Sonntag, 7. Dezember, um 17 Uhr im Konzertsaal am Theaterplatz) schon seit einigen Jahren. In den Fokus wollen sie dabei stets die Studierenden rücken. „Die Musizierenden sollen im Vordergrund stehen. So werden keine Klassen von einem Dozenten im Programm genannt, sondern die Namen der Studierenden“, erläuterte Huppertz.

Über mangelnde Bereitschaft bei den Nachwuchs-Musikern können sich Huppertz und Kunz-Eisenlohr nicht beklagen: „Regelmäßig kann ich höchstens die Hälfte der Meldungen berücksichtigen“, so Huppertz. Wichtig ist ihm bei der Auswahl nicht die Semesterzahl des Studenten oder der Studentin, sondern eher das angebotene Werk. „Es sollte schon festlich sein. Die Zuhörer erwarten ja etwas Weihnachtliches.“

In diesem Jahr stehen deshalb natürlich wieder traditionelle Weihnachtslieder auf dem Programm. Aber auch Bach und Paganini – letzterer in einer ungewöhnlichen Besetzung von Violine und Gitarre – sind zu hören ebenso wie französische Harfenmusik. „Sehr gespannt bin ich auf den Beitrag von Studierenden aus unserer neuen Bratschenklasse. Von dort wurde ein Lamento des Komponisten Frank Bridge angekündigt“, erzählte Huppertz. „Und Trompeten dürfen natürlich nicht fehlen!“

Das Adventskonzert hat in der Musikhochschule einen wichtigen Stellenwert, allerdings ist es längst nicht das einzige im Laufe des Hochschuljahres. „Hier gibt es eigentlich fast jeden Abend ein Konzert. Fast immer bei freiem Eintritt! Konzertieren lernt man schließlich nur durch Konzertieren“, berichtete Huppertz. Er schickt deshalb seine Studierenden möglichst gleich mit Beginn des Studiums auf die Bühne. „Die Rückmeldungen des Publikums sind dabei unendlich wertvoll für die jungen Leute. Denn das Publikum hat Autorität und motiviert sie.“ Auch deshalb freut sich Huppertz genauso auf den geselligen Teil wie auf den musikalischen Teil des Adventskonzertes. Anschließend klingt der Nachmittag mit Glühwein, adventlichem Gebäck und dem ein oder anderen Plausch zwischen Publikum und Künstlern aus.

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