Aachen: Stawag erneuert Leitungen zwischen Aretz- und Ottostraße

Großbaustelle : Staus am Adalbertsteinweg programmiert

Der Adalbersteinweg wird zwischen Kaiserplatz und Josefskirche zur Großbaustelle. Acht Monate lang will die Regionetz GmbH, ein Tochterunternehmen der Stawag, Versorgungsleitungen erneuern. Das bedeutet erhebliche Einschränkungen für den Verkehr, für Anwohner und Anlieger.

Die Empfehlung in solchen Fällen lautet gemeinhin: Baustelle weiträumig umfahren. Und um möglichst viele schon im Vorfeld zu informieren, sind auf allen Zufahrtstraßen bereits jetzt entsprechende Schilder aufgestellt worden. Doch das wird nur einen Teil der Probleme lösen, Staus sind bei der Größe der Maßnahme unvermeidbar.

Der Adalbertsteinweg gehört auf der Strecke zu den meist befahrenen Trassen der Stadt. Auch für den Nahverkehr. Rund 475 Fahrten pro Richtung absolviert die Aseag an einem normalen Werktag in diesem Bereich. Individualverkehr, Liefer- und Ladeverkehr, Radfahrer und Busse müssen sich rund um die Baustelle acht Monate lang deutlich weniger Raum teilen.

Acht Monate Baustelle: So wird der Verkehr zwischen Josefskirche und Kaiserplatz ab dem 11. März geführt.Der orange markierte Bereich ist die geplante Baustelle. Foto: grafik

Dort, wo jetzt noch die Busse in Mittellage stadteinwärts fahren, ist zwischen Aretzstraße und Ottostraße Baustelle angesagt. Das hat für die Verkehrsführung einschneidende Konsequenzen: Die Fahrspuren werden stadteinwärts ab Aretzstraße voneinander getrennt: Wer am Kaiserplatz nach rechts in Richtung Hansemannplatz abbiegen möchte, muss sich bereits an der Kreuzung Aretz-/Kongressstraße rechts einordnen. Wer am Kaiserplatz nach links in Richtung Normaluhr abbiegen möchte, muss sich an dieser Stelle links halten. Dort, wo jetzt stadtauswärts noch zwei Fahrspuren sind, gibt es für die Dauer der Baustelle je eine Spur pro Fahrtrichtung.

Die Aseag fährt stadteinwärts rechts an der Baustelle vorbei. In diesem Bereich gibt es dann nur eine überbreite Fahrspur. Am rechten Fahrbahnrand befindet sich stadteinwärts dann auch die Haltestelle Scheibenstraße.

Rund um die Großbaustelle machen bereits jetzt Hinweisschilder auf die mögliche Staugefahr aufmerksam. Foto: ZVA/Michael Jaspers

Laut Heike Ernst, Leiterin der Verkehrsbehörde der Stadt Aachen, bleibt das Parkhaus Adalbertsteinweg jederzeit erreichbar. Stadtauswärts ist die Zufahrt weiter über den Adalbertsteinweg oder die Friedrichstraße möglich. Aus Richtung Josefskirche muss man über die Kongressstraße den Umleitungsschildern folgen. Apropos Umleitung. Schon jetzt ist der gesamte Adalbertsteinweg für Radfahrer eine ausgesprochen heikle und gefährliche Route. Überlegt wird nun, ob auch Zweiradfahrern mit deutlichen Hinweisschildern eine Umleitung um die Baustelle herum empfohlen werden kann.

Probleme wird die Baustelle vor allem auch für den Liefer- und Ladeverkehr mit sich bringen. Staus produzieren diese Fahrzeuge schon im Normalfall. Im Baustellenbereich wäre Halten in zweiter Reihe mit einem Komplett-Kollaps gleichbedeutend. Daher werden spezielle Lieferzonen in der Friedrichstraße, am Steffensplatz sowie beidseitig der Ottostraße an der Einmündung zum Adalbertsteinweg eingerichtet.

Nach Aussage von Wolfgang Raabe, Abteilungsleiter Planung und Bau der Regionetz GmbH, soll die Baumaßnahme Mitte November abgeschlossen sein. Allerdings gibt es noch – wie so oft in Aachen – eine große Unbekannte. Der Adalbertsteinweg liegt im sogenannten „erweiterten historischen Bereich“ Aachens. Es ist daher möglich, dass archäologische Funde die Arbeiten verzögern. Auf jeden Fall werden Archäologen von Beginn an die Tiefbauarbeiten begleiten.

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