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Aachen: Stadt zieht positives Fazit zur Personalkampagne

In der Aachener Stadtverwaltung : Nur noch sieben Prozent der Stellen sind nicht besetzt

Die groß angelegte Werbekampagne für die Stadt Aachen als Arbeitgeberin hat sich bezahlt gemacht: Im Bereich der Gesamtverwaltung konnte der Anteil der nicht besetzten Stellen von zehn auf sieben Prozent gesenkt werden – dies trotz zunehmender Altersfluktuation und mehr als 100 neu eingerichteter Stellen. Das hat das städtische Presseamt am Freitag mitgeteilt. Ein Fazit zum Personalgewinnungsprogramm war am Donnerstag im Personal- und Verwaltungsausschuss vorgestellt worden.

Die positive Tendenz, so heißt es in der Pressemitteilung, sei auch dem neuen Karriereportal zu verdanken, das unter anderem mit großflächiger Plakate, in Kinospots und über den „Karrierebus“ beworben wurde, der immer noch auf verschiedenen Linienwegen im Stadtgebiet unterwegs ist.

Dass die Stadt Aachen als mögliche Arbeitgeberin wahrgenommen wird, zeigt aus Sicht der Verwaltung auch die Entwicklung der externen Bewerbungseingänge. Während im Jahr 2016 noch 1250 externe Bewerbungen zu verzeichnen waren, konnte diese Zahl im vergangenen Jahr mit rund 3000 Bewerbungseingängen mehr als verdoppelt werden.

Allein 2018 konnte die Stadt daher rund 70 Prozent aller Stellen mit externen Bewerberinnen und Bewerbern besetzen. Auch im Bereich der eingehenden Initiativbewerbungen sei mit aktuell rund 30 Bewerbungseingängen pro Monat ein mehr als positiver Trend zu verzeichnen, berichteten Carina Begaß, Jennifer Buchem und Michael Carl aus dem Fachbereich Personal und Organisation im Ausschuss.

Die Ausbildungskapazitäten in der Verwaltung konnten demnach in den letzten drei Jahren mit einer Zunahme von 57 Prozent um mehr als die Hälfte gesteigert werden. Auch im Bereich der Feuerwehr wurde durch das Angebot eines zweiten Grundausbildungslehrgangs eine Steigerung der Ausbildungskapazitäten erreicht. Bei der berufsgruppenspezifischen Personalgewinnung wirbt die Stadt um Fachkräfte für die Bereiche Ordnungs- und Sicherheitsdienst, Feuerwehr, Kita/OGS sowie die Fachangestellten für Bäderbetriebe.

Um Personal langfristig an die Stadt zu binden, wurde für die rund 5300 Beschäftigten im vergangenen Jahr ein großes Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht. Hierzu zählen unter anderem die Begleitung der Mitarbeitenden im digitalen Veränderungsprozess durch entsprechende Fortbildungsangebote.

Großflächig fortgesetzt werden auch die bereits im letzten Jahr eingeführten Schulungen im Bereich der Gewaltprävention. Hierbei werden Mitarbeitern Techniken vermittelt, um in Konfrontation mit physischen und psychischen Gewaltmomenten im Alltag deeskalierend wirken zu können und mit diesen professionell umzugehen.

Ein weiterer Baustein der Personalbindung ist die gesamtstädtische Entfristungsoffensive, mit der vielen bis dato befristetet Beschäftigten eine langfristige Perspektive bei der Stadt eröffnet werden konnte. Die Zahl von Abgängen wird damit deutlich vermindert und das Bindungsgefühl an die Arbeitgeberin Stadt Aachen erhöht.

Personal- und Organisationsdezernent Markus Kremer zieht ein positives Fazit: „Unsere Marketingaktivitäten kommen gut an, die Bewerberzahlen schießen nach oben. Diesen Schwung müssen wir mitnehmen, um unsere Arbeitgebermarke dauerhaft erfolgreich am Markt zu positionieren. Denn nur mit ausreichendem und gutem Personal können wir unsere Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger auf hohem Niveau erbringen.“