Aachen: "Sport im Park" startet in allen Stadtbezirken durch

„Sport im Park“ : „Aachen, beweg dich!“: Großes Fitnessprogramm lockt ins Grüne

„Sport im Park“ ist wieder angesagt: 560 Stunden Fitnesstraining werden innerhalb der kommenden sechs Wochen in den Aachener Grünanlagen angeboten, um die Menschen zu mobilisieren.

„Die Atmosphäre ist toll, man kann die Kinder mitbringen, und die können sogar mitmachen“, sagt Marion Connolli. Sie ist mit zwei Freundinnen zum „MedLetics“ auf die Wiese am Brander Marktplatz gekommen, um mit Fitnesscoach Glen Koch Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit zu trainieren. Dass die Angebote von „Sport im Park“ durchaus schweißtreibend sind, weiß sie noch vom vergangenen Jahr. „Wir haben immer einen ganz schönen Muskelkater gehabt“, sagt sie. Dabei gehen sie und ihre Freundinnen regelmäßig laufen. So ganz untrainiert sind sie also nicht.

Das Konzept „Sport im Park“ findet von Jahr zu Jahr mehr Anhänger. „Inzwischen gibt es Angebote in allen Aachener Stadtbezirken“, sagt Organisator Daniel Gier. Und mit diesem Angebot stehe Aachen im bundesweiten Vergleich ganz weit vorne. Auch die Krankenkassen förderten das Projekt als Angebot des Breitensports.

In Brand haben inzwischen rund 40 Sportlerinnen und Sportler Position bezogen. Glen Koch bringt sie mit Dehnübungen behutsam in Bewegung. Dann zieht das Tempo an, Ausdauer und Kraft stehen plötzlich im Vordergrund. Auch Daniel Gier hat sich unter die Sportler gemischt. „Das Schöne an diesen Programmen ist, dass jeder nach seinen Möglichkeiten trainieren kann“, sagt er. Er hat „Sport im Park“ vor vier Jahren ins Leben gerufen, und inzwischen ist das Angebot zu einer festen Größe in ganz Aachen geworden. „Diesmal sind 150 Trainer von 50 Sportanbietern involviert“, sagt er. Und mit Kornelimünster/Walheim habe jetzt auch der letzte Bezirk seine eigenen Angebote bekommen.

Marion Connolli studiert das Programm sehr genau, um die Kurse zu wählen, die ihr und ihren Freundinnen am meisten zusagen. Dabei beschränken sich die drei nicht auf Brand, sondern fahren auch schon mal bis zum Ferberpark, wenn es dort ein interessantes Angebot gibt. Zweimal pro Woche sind sie bei „Sport im Park“, ansonsten treffen sie sich nach wie vor zum Laufen. „Und wenn ihr hier fleißig mittrainiert, dann könnt ihr am Ende einen Salto rückwärts“, scherzt der Fitnesscoach. Max, Anton und Luzie sitzen derweil am Rand und schauen zu. „Nöö“, sagen sie. „Wir wollen nicht mitmachen.“ Offensichtlich macht es ihnen sehr viel mehr Spaß, ihren Müttern beim Training zuzusehen.

Auch Viktoria Wilden schaut nur zu, dabei hat sie doch Sportsachen an. „Ich habe einen furchtbaren Muskelkater von gestern“, sagt sie gequält. Da hat sie außerhalb von „Sport im Park“ trainiert, und sieht sich jetzt nicht in der Lage, mitzumachen. „Später vielleicht“, meint sie. „Yoga, oder so.“ Auch sie ist eine begeisterte Anhängerin von „Sport im Park“. Doch das Fitnessangebot von MedAix könne sie heute leider nicht wahrnehmen. Gekommen ist sie, um ihre Freundin zu begleiten, die sich längst unter die Sportler gemischt hat. „Danach gehen wir einen Kaffee trinken“, sagt Viktoria noch.

Eine Fahne mit der Aufschrift „Sport im Park“ und „Aachen, beweg dich“ flattert sanft im Wind und zeigt den Interessenten schon von weitem, wo die Gruppe trainiert. „30 bis 40 Teilnehmer pro Kurs sind normal“, sagt Gier. „Aber es gibt auch Kurse, da kommen plötzlich 200 Leute.“ Im letzten Sommer war „Yoga um Mitternacht“ der absolute Renner. Ansonsten reicht das Angebot von Aerobic, Salsa und Zumba über Yoga bis hin zum klassischen Zirkeltraining und deckt eigentlich alles ab, was der sportliche Markt so zu bieten hat. Und von Studenten über junge Mütter und Väter bis hin zu älteren Semestern sind alle Altersklassen vertreten. „Denn hier ist tatsächlich für jeden das Richtige dabei“, meint Gier.

Das Programm gibt es unter: www.sportimpark-aachen.de/kursplan/

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