Aachen: Situation an der Debyestraße spitzt sich zu

Debyestraße : In Schönforst gehen Bürger auf die Barrikaden

Die Verkehrslage entlang der Debyestraße wird immer vertrackter. Experten sind sich einig: Eine Entlastung für Eilendorf-Süd und Brand-Nord kann nur ein neuer Autobahn-Anschluss Eilendorf bringen.

Der aber lässt noch eine Weile auf sich warten. Zwar ist das Projekt beim Landesbetrieb Straßenbau NRW seit Jahren in der „Vorentwurfsphase“. Auch ist das notwenige Planfeststellungsverfahren derzeit für Anfang 2020 geplant, doch so oft die Stadt auch nachhakt, die Antwort des Straßenbetriebs bleibt gleich: Baubeginn BAB-Anschluss Eilendorf prognostiziert für das Jahr 2023.

In der Bezirksvertretung Aachen-Mitte schilderte Armin Langweg, Leiter der städtischen Fachkommission Mobilitätsmanagement, die sich zuspitzende Situation. Alle Knotenpunkte an der Debyestraße sind total überlastet. Betroffen sind die Einmündungen Trierer Straße-Autobahnabfahrt, Neuenhofstraße, Nordstraße und der Knoten Freunder Straße-Von-Coels-Straße.

Das tägliche Chaos hat sich vom Bereich Debyestraße längst auf angrenzende Stadtgebiete ausgeweitet. Um die Staus auf der Debyestraße zu umfahren, haben Autofahrer Schleichpfade ausgetüftelt. Wie es dann beispielsweise in den schmalen Straßen der Wohnsiedlung Schönforst aussieht, beschrieb anschaulich CDU-Vertreter Klaus-Dieter Jacoby: „Staus in der Reinhardstraße bis zur Neuenhofstraße. Vom Chaos sind in Schönforst alle betroffen. Die Bürger gehen auf die Barrikaden. In meiner Bürgersprechstunde ist das immer Thema Nummer eins.“

Zusatzbelastungen

Die Gewerbeentwicklung im Gebiet Eilendorf-Süd, das neue Polizeipräsidium, eine neue Autowaschstraße, Obi, die Recyclinghöfe Brand und Eilendorf und ein Burger King sind Faktoren, die die Situation entlang der Debyestraße zusätzlich verschärfen werden. Gutachter rechnen mit Zusatzbelastungen von Tausenden Kraftfahrzeugen pro Tag.

Ob ein- oder zweistreifig, die Experten sind sich auch einig über einen angedachten Kreisverkehr Debyestraße-Neuenhofstraße: „Nicht leistungsfähig schon bei der Analyseverkehrsbelastung, erst bei zusätzlicher Autobahn-Anschlussstelle Eilendorf eine denkbare Alternative.“

Ein weiteres Gutachten für ein Verkehrsentlastungskonzept Eilendorf-Süd/Brand-Nord soll nun her. Beraten wird darüber im Mobilitätsausschuss in der Sitzung am 24. Januar 2019. Die Bezirksvertretungen von Aachen-Mitte, Brand und Eilendorf werden hinzugeladen.

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