Aachen: Restcentspende der Stadtverwaltung wieder ein Erfolg

Vier Organisationen profitieren : 1787 Beschäftigte spenden 10.816 Euro

1787 Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben im vergangenen Jahr 10.816 Euro von ihrem Gehalt gespendet. Die so genannte Restcentspende – jeder, der sich beteiligt, spendet automatisch den Centbetrag des Nettogehalts – kommt vier Organisationen zugute: dem Kinderschutzbund (4000 Euro), der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung Hörgeschädigter (2000 Euro), der Hospizstiftung Region Aachen (3705 Euro) sowie der Benefizaktion des designierten Karnevalsprinzen Martin I. (1111 Euro).

„Die Auswahl regionaler Organisationen bringt eine hohe Identifikation unserer Mitarbeiter mit der Spendenaktion. Im 27. Jahr konnten wir erneut einen Rekord einfahren“, erklärte stolz Marlon Knops, persönlicher Referent des Personal- und Verwaltungsdezernenten Dr. Markus Kremer.

„Kleinvieh macht auch Mist – dieser Spruch trifft hier wirklich mal zu“, freute sich Andrea Weyer, Geschäftsführerin des Kinderschutzbunds in Aachen. Ihre Organisation bekommt den größten Anteil der Restcentspende und wird ihn am notorisch unter Geldmangel leidenden Abenteuerspielplatz am Kirschbäumchen einsetzen sowie zur Finanzierung der neu gegründeten Gruppe für Jugendliche mit psychisch erkrankten Eltern.

Die AG zur Förderung Hörgeschädigter will in ihrem Zentrum an der Talbotstraße einen neuen Gemeinschaftsraum einrichten, der ein Begegnungsort für Menschen mit und ohne Hörschädigung werden soll. „Dafür nutzen wir die Spende“, erklärte Geschäftsführerin Anne Elsen.

Die Hospizstiftung hat sich sowohl die ambulante, als auch die stationäre Hospizarbeit auf die Fahne geschrieben. „Allerdings ist unsere größte Aufgabe zurzeit das neue Hospiz am Iterbach. Dafür können wir das Geld gut gebrauchen“, sagte Manfred Vieweg vom Vorstand der Hospizstiftung.

Der designierte Prinz Martin I. freute sich natürlich ebenso über die jecke Spendensumme und weiß sie ebenso gut zu verwenden: „Unser Motto heiß ‚Zesame fiere! Öcher Fastelovvend all inklusive!‘ Deshalb bauen wir einen barrierefreien, das heißt vor allem rollstuhlgerechten Karnevalswagen, der dann dauerhaft in den Umzügen der Region eingesetzt werden kann“, berichtete er. Dafür brauchen er und sein Hofstaat 65.000 bis 70.000 Euro plus noch einiges für die Betriebskosten der nächsten Jahre.

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