Aachen: Preisträgerkonzert des Wettbewerbs "Jugend musiziert"

„Jugend musiziert“ : Musikalische Talente mit herausragenden Leistungen

Seit 56 Jahren findet der bundesweite Wettbewerb „Jugend musiziert“ statt und nach Angaben der Organisatoren hat bereits über eine Million junger Menschen daran teilgenommen. Beim Regionalwettbewerb in der Region Aachen hat es in diesem Jahr viele sehr erfolgreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegeben, von denen sich die besonders herausragenden am Sonntag beim „Preisträgerkonzert“ einem Publikum präsentierten.

Es war erstaunlich, mit welchen Präzision schon die jüngsten Teilnehmer ihre Instrumente beherrschten: Ben Stümke (*2011) spielte als jüngster Teilnehmer mit ordentlich Dynamik und Tempo den dritten Satz „Allegro moderato“ aus Oskar Rieding „Concerto e-Moll“ in der Version für Viola. Miguel Del Amor Turchyna (*2009) und Viet-Anh Alexander Pham (*2008) entführten das Publikum mit gut aufeinander abgestimmten Spiel in mediterrane Gefilde. Erstaunliches zeigte auch Till Stümke (*2008) auf der Violine mit dem zweiten Satz aus Johann Sebastian Bachs „Sonate A-Dur“. Mit seiner Schwester Clara Stümke (*2006) und dem Pianisten Gabriel Husson (*2005) spielte er im späteren Verlauf des Konzerts noch das überaus komplexe Werk „Primavera portena“ von Astor Piazzolla. Clara Stümke trat zudem als Solistin mit Mark Summers „Julie-O“ an, Gabriel Husson begeisterte auch als Trompeter im Zusammenspiel mit Pianist Esui Jazou Siripagno (*2005) mit André Jolivets „Air de Bravoure“.

Ohnehin war Komplexität einer der prägenden Faktoren des Konzerts: Natascha Botchway (*2004), die auf der Violine Grazyna Bacewiczs „Kaprys Polski“ vortrug, bekam geradezu tosenden Applaus. Ebenso überzeugte auch Celina Nenninger (*2003), ebenfalls auf der Violine mit der „Burlesque“ aus Dmitri Schostakowitschs „Konzert für Violine und Orchester“.

Erstklassigkeit gab es auch in einer Kategorie, die es im Wettbewerb noch keine zehn Jahre gibt: Gesang (Pop). Julianna Habib (*2003) überzeugte mit einer Version von Ariana Grandes Hit „Dangerous Woman“ und Cristian Scheuss (*2004) mit „Papaoutai“ von Paul Van Havers, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Stromae. Ganz klassischen Gesang zeigten Lisa Kastenholz (*1994) und Charlotte Elisabeth Herboth (*1997) in gewerteter Begleitung von Daniel Brockmann (*1999) mit Wolfgang Amadeus Mozarts „Duettino“ aus „Die Hochzeit des Figaro“.

Ein alter Bekannter durfte den rund zweistündigen Mittag schließlich beenden: Markus Bartz (*1996), der schon mehrfach erfolgreich an dem Wettbewerb teilgenommen hat. Auch in diesem Jahr holte er 25 Punkte, Höchstpunktzahl, und stellte beim Preisträgerkonzert eine eigene Version von Rick Davies‘ „Logical Song“ vor, die einen würdigen Abschluss des Konzerts bildete.
Weitere Musiker und Musikerinnen in Einzel- und Ensemble-Auftritten beim Preisträgerkonzert waren Andras Istvan Horvath und Lenda Hannhart (beide Harfe), Hannah Franken (Querflöte) und Alessandro Kiuila (Klavier), Nikolaj Kiuila (Akkordeon), Deliane Arnold (Violine), Paula Schweden (Oboe) und Elena Polyzoides (Klavier), Eileen Sugge (Gesang – Pop) und Lina Gerstenhauer (Querflöte) und Maxime Mion (Klavier). Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer – außer der jüngsten Altersklassen Ia und Ib – haben sich für den Landeswettbewerb NRW, der vom 6. bis 10. März stattfindet, qualifiziert.

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