Aachen: OT Josefshaus will Anfang des Jahres neu durchstarten

Nach Turbulenzen um Drogen und Gewaltandrohung : Konzept gefragt: Josefshaus stellt sich neu auf

Nach den jüngsten Turbulenzen im Zusammenhang mit einem Drogenfund in der Offenen Tür Josefshaus will sich die Einrichtung in den kommenden Wochen neu aufstellen. Am 13. Dezember sind alle Besucher und Freunde zum offenen Austausch über die weitere Entwicklung eingeladen.

Im Januar soll die OT  in mehreren Etappen wieder geöffnet werden, nachdem die beliebte Begegnungsstätte im Ostviertel am 13. November vorerst dicht gemacht wurde. Deren Leiter hatte die Polizei informiert, nachdem in der OT eine geringe Menge Marihuana entdeckt worden war. Aus einer Gruppe Jugendlicher soll er daraufhin massiv bedroht worden sein, wie das Bistum weiter mitteilte. Dies war zum Anlass genommen worden, die Einrichtung bis auf Weiteres zu schließen.

„Am 13. Dezember sind alle Besucher und Freunde des Josefshauses eingeladen, mit den Mitarbeitern sowie Vertretern des Kirchenvorstandes über die weitere Entwicklung der OT zu diskutieren“, erklärte Anja Klingbeil von der Pressestelle des Bistums am Freitag. Inzwischen habe es eine intensive Aussprache mit Mitgliedern des Leitungsteams sowie der Pfarre und des Bistums gegeben, an der auch Vertreter des städtischen Jugendamts beteiligt gewesen seien.

„Ziel ist nun, mit Begleitung eines externen ,Coaches‘ und unter Beteiligung der Besucher ein neues pädagogisches Konzept zu entwickeln“, erklärte Klingbeil. „Jeder ist eingeladen, Wünsche und Erwartungen zu äußern.“ Beginn der Veranstaltung ist um 17.30 Uhr in der OT am Kirberichshofer Weg 6a. Ab Mitte Januar soll das Haus dann „stufenweise“ wieder offenstehen.

Nähere Hintergründe über den Konflikt zwischen der Clique von jungen Leuten und dem Leiter des Hauses  waren auch am Freitag nicht in Erfahrung zu bringen. Eine Strafanzeige liege in diesem Zusammenhang nicht vor, teilte die Polizei auf Nachfrage mit. Nachdem der Sozialarbeiter sie am 7. November eingeschaltet hatte, habe sich am 19. November ein Unbeteiligter im Präsidium gemeldet, der ebenfalls ein Tütchen mit einer geringen Menge Marihuana im Eingangsbereich der OT gefunden habe.

(mh)
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