Aachen: Offene Tür Gut Kullen veranstaltet Sommerferienspiele

Sommerferienspiele Gut Kullen : Unterwegs in Aachens „Wildem Westen“

In Aachen nach Gold suchen und dann auch noch welches finden? Das können die Kinder, die die Sommerferienspiele der Offenen Tür Gut Kullen in diesem Jahr besuchen.

Zwar gibt es hier kein echtes Gold, aber die golden bemalten Steine erfüllen trotzdem ihren Zeck. In Teams siebten die Kinder am Freitag eifrig den Sand. Das Team, das innerhalb der vorgegebenen Zeit die meisten goldenen Steine fand, gewann. Und ganz wie im Wilden Westen wogen die Mitarbeiter das gefundene „Gold“, um zu ermitteln, wer gewonnen hat.

Die Offene Tür Gut Kullen veranstaltet dieses Jahr die Sommerferienspiele unter dem Motto „Spiel und Spaß im Wilden Westen“. „Mit dem Thema wollten wir eine Zielgruppe erreichen, die mit einem anderen Verständnis des Wilden Westens leben kann. Keine Schießereien, sondern vielmehr fantasievolle Spiele und Basteleien sind im täglichen Angebot“, erklärt der Diplompädagoge und Leiter der Offenen Tür Gut Kullen, Ulrich Grande.

Das Angebot für Kinder von sechs bis 15 Jahren umfasst Aktivitäten, die unter dem Motto „Wilder Westen“ stehen. Neben einem Workshop für „Western-Music“ mit zwei versierten Musikern können die Kinder auch „Traumfänger“ basteln oder Tipis bauen. Die Mitarbeiter planen hierzu jeden Tag die Angebote und passen es an die kleinen Besucher an. „Dieses Jahr waren bis jetzt überwiegend Kinder da, die höchstens zehn oder elf Jahre alt sind. Sie kommen aus ganz Aachen.“, sagte Grande. Wer keine Lust auf den „Wilden Westen“ hat, kann hier auch zum Beispiel draußen Beachvolleyball, Fußball oder Basketball spielen. Drinnen gibt es eine Playstation, einen Billardtisch und vieles mehr.

Wichtig ist Grande auch, dass die Kinder Kritik äußern können. Die Mitarbeiter der Offenen Tür Gut Kullen setzen sich täglich vor und nach den Ferienspielen zusammen. So machte eine Mitarbeiterin darauf aufmerksam, dass der zehnjährige Leo angemerkt hatte, dass die Namensschilder, die sie täglich aus Kreppband erstellten, nicht gut für die Umwelt seien. „Danach haben wir die Namensschilder abgeschafft. Wir freuen uns über Feedback der Eltern oder Kinder“, so Grande, „Wir wollen für sie eine zweite Heimat schaffen.“

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