Aachen: Natruschutzbund sucht Helfer gegen das Springkraut

Naturschutzaktion im Wald : Dem Springkraut geht es an die Wurzeln

Sieht schön aus, ist aber eine Gefahr für heimische Pflanzen: Der Naturschutzbund (Nabu) in Aachen geht auch in diesem Sommer gegen das Drüsige Springkraut vor. Für die Aktion am Samstag, 17. August, werden noch tatkräftige Helferinnen und Helfer gesucht.

Das Drüsige Springkraut ist eine schöne Pflanze, kräftig grün mit pinkfarbenen Blüten. Es hat aber eine enorme Wuchskraft. Und das ist das Problem. Das Drüsige Springkraut stammt ursprünglich aus dem Himalaja, wo es im rauen Hochgebirgsklima nur wenige Wochen Zeit hat, vom Keimling zur ausgewachsenen Pflanze zu reifen. Vor fast 200 Jahren wurde es als Zierpflanze nach Europa gebracht und findet im milden Aachener Klima seit Jahren so ideale Wachstumsbedingungen, dass es sich rasant ausbreitet und andere, ökologisch wichtige Pflanzen zu verdrängen droht, wie der Nabu betont.

Jede einzelne ausgewachsene Pflanze, die etwa zwei Meter hoch werden kann, erzeugt ab Ende August bis zu 4000 Samen, die schon bei leichter Berührung bis zu sieben Meter weit aus den Samenkapseln springen – daher der Name Springkraut.

Seit 2017 steht das Drüsige Springkraut auf einer EU-Liste invasiver Arten, deren Besitz und Freisetzung verboten sind. Im Gegensatz zu anderen invasiven Arten, wie etwa dem Riesenbärenklau oder dem japanischen Knöterich, lässt sich das Drüsige Springkraut aber dank seiner flachen Wurzeln leicht ausreißen.

Der Nabu-Stadtverband Aachen geht seit 2012 erfolgreich gegen Großbestände des Springkrauts im Aachener Wald vor (Infos im Netz: springkraut.webs.com). Bei der Aktion am 17. August geht es um einen Großbestand im Wald Bildchen-West, südlich der Siedlung Preuswald. Der Nabu Aachen hofft auf möglichst viele Helferinnen und Helfer aus der Bevölkerung.

Die Freiwilliigen bewegen sich abseits befestigter Wege, deshalb sind festes Schuhwerk, lange Hosen und langärmelige Kleidung erforderlich. Arbeitshandschuhe werden vom Nabu gestellt. Für Vorschulkinder ist die Aktion nicht geeignet, da es am Einsatzort Dornen und Brennnesseln geben kann.

Treffpunkt ist am Samstag, 17. August, um 10 Uhr an der Lütticher Straße 561, Buslinie 24, Haltestelle „Pumpstation“. Die Aktion dauert etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Fragen beantwortet der Nabu Aachen oder der Leiter der Aktion, Volker Dohm, unter Telefon 0178/2566066.

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