Aachen: Montessori-Zentrum für Eilendorf

Neues Montessori-Zentrum Eilendorf : Nur der Altbau soll erhalten bleiben

Der Altbau aus dem Jahr 1909 wird die Bauarbeiten wohl überleben. Die Gebäudeteile aus den 1950er Jahren dagegen sollen abgerissen werden. Die Stadt Aachen will das Schulgebäude an der Kaiserstraße in Eilendorf zu einem Montessori-Zentrum ausbauen.

Die zweizügige Grundschule und eine Kindertagesstätte mit fünf Gruppen sollen in diesem Zentrum untergebracht werden. Entgegen ursprünglichen Überlegungen sollen dafür große Teile der alten Bausubstanz abgerissen werden und Platz machen für einen neuen Baukörper.

Als diese Überlegungen jetzt den Schul- und Jugendpolitikern in deren gemeinsamer Sitzung präsentiert wurde, gab es doch verwunderte Gesichter. „Im Sommer gab es die klare Ansage, dass möglichst viel erhalten werden soll“, erinnerte Ulla Griepentrog (Grüne). „Jetzt heißt es, dass mehrere Teile abgerissen werden. Was wird denn nun wirklich nachher geplant?“

„Es ist nicht sinnvoll, die Gebäudeteile zu erhalten“, erläuterte Manfred Lennartz, Abteilungsleiter Hochbau beim städtischen Gebäudemanagement, der den Planungsstand in der Sitzung präsentierte. Man habe die Situation lang und breit erörtert. „Und ein Neubau kostet nur unwesentlich mehr, bietet aber mehr Möglichkeiten.“ Unter anderem sei es dann möglich, das gesamte Montessori-Zentrum barrierefrei zu gestalten.

Der Schulhof soll zu einer „zentralen Mitte“ umgestaltet werden, die auch für andere Zwecke genutzt werden kann. Ein Gebäudeteil links neben dem Altau von 1909, in dem derzeit noch Flüchtlinge untergebracht sind, soll nach derzeitigem Planungsstand vorerst nicht in die Planung fürs Montessori-Zentrum einbezogen werden, so Lennartz.

Kostenrechnung im Januar

Das Berliner Architekturbüro „baupiloten“ ist nun mit der Entwurfsplanung für den Neubau befasst. Bis Mitte Januar 2019 wollen die Berliner auch eine „qualifizierte Kostenberechnung“ vorlegen. Darauf wartet die Politik dringend. „Wir müssen endlich verlässliche Zahlen haben, damit wir politische Entscheidungen treffen können“, merkte Peter Tillmanns (CDU) an.

Die Grünen befürchten allerdings unter anderem, dass der künftige Schulhof letztlich zu klein ausfallen wird. Die Zufahrt zu den beiden vorhandenen Sporthallen müsse ja erhalten bleiben, sagte Ulla Griepentrog. Weil die Grünen der Planung in der derzeitigen Form nicht zustimmen wollten, verweigerten sie auch die Kenntnisnahme der Verwaltungsvorlage.

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