Aachen: Krimi-Festival "Criminale" geht in die nächste Runde

Krimi-Festival „Criminale“ : Ein mörderisches Festival in Aachen

Am Samstag, 6. April, beginnt in Aachen das diesjährige Krimi-Festival „Criminale“. Rund 300 Schriftstellerinnen und Schriftsteller werden für acht Tage interessierte Aachener Krimi-Liebhaber in ihren Bann ziehen. Und es gibt mehr als Lesungen und Vorträge.

Aachen wird zur Stadt der Kriminellen, Ermittler und Detektive. Denn bald beginnt ein „mörderisches Festival“, wie die Veranstalter proklamieren. Susanne Schwier, Kulturdezernentin der Stadt Aachen, fasst es so zusammen: „Alle, die echten Nervenkitzel lieben, sind ab Samstag am ‚place to be‘.“

Am Samstag, 6. April, startet im Herzen der Kaiserstadt nämlich die „Criminale“, das jährliche Krimi-Festival des „Syndikats“. Das „Syndikat“ ist eine der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautorinnen und -autoren. Rund 300 Schriftstellerinnen und Schriftsteller werden für acht Tage interessierte Aachener Krimi-Liebhaber in ihren Bann ziehen. Neben einem breiten öffentlichen Programm wird es auch viele „interne“ Veranstaltungen für die „Syndikat“-Mitglieder geben. All diese, erklärte Schwier, „wollen sich über ihr tödliches Geschäft austauschen“.

Doch auch für die Öffentlichkeit ist mehr als genug eingeplant. Rund 40 Veranstaltungen sollen stattfinden. Einen Großteil bilden dabei Premierelesungen verschiedener Kurzgeschichten aus der eigens für die „Criminale“ verfassten Krimi-Anthologie. „Wir haben Orte gewählt, die nicht sehr gewöhnlich für Lesungen sind“, erläuterte Irit Tirtey, kaufmännische Leiterin des Aachener Kulturbetriebs. So finden etwa Lesungen in den Carolus-Thermen, einem Tierheim und der Katakombe der Stadtbibliothek statt.

Überhaupt stellt sich das Programm vielseitig dar: Neben einem Fußballspiel zwischen dem aus Krimiautoren bestehenden „FC Criminale“ und der Amateurmannschaft „Kullen_Knallgas Connection“ wird es auch ein Kochduell und ein Rockkonzert geben. Außerdem werden Fachleute Interessierte mit hochspannenden, teils recht skurrilen Vorträgen unterhalten – deren Themen nicht immer ganz ernst zu nehmen sind. So etwa Vorträge zum Thema Giftmischen, Darknet oder Mord an der Schwiegermutter.

Zum krönenden Abschluss kommt die diesjährige „Criminale“ dann am Samstag, 13. April, im Depot an der Talstraße. Dort wird die Preisverleihungsgala stattfinden – samt anschließender Party. Nicht nur auf der Party wird aber der Kontakt zu Autorinnen und Autoren möglich sein. „Wir bestehen darauf, auf der Straße angesprochen zu werden!“, machte Peter Gerdes klar. Der „Criminale“-Beauftragte des „Syndikats“ ist selbstverständlich selbst Autor. Er freut sich schon auf das Krimifestival zwischen Schängche, Couven-Museum und Carolus-Thermen. Nach dem „kriminellen Vorprogramm“ startet der Hauptteil der „Criminale“ dann offiziell am Mittwoch, 10. April. Um 19.30 wird Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf mit einer Benefizlesung im Rathaus das Spektakel eröffnen. Man darf gespannt sein.