Aachen: Kneipp-Verein feiert das 125-jährige Bestehen

Verein wurde 1894 gegründet : „Kneipp ist viel mehr als Wassertreten“

Auch nach 125 Jahren ist der Kneipp-Verein Aachen agil und lebendig, von Müdigkeit ist bei dem Verein, der von Jahr zu Jahr steigende Mitgliederzahlen verzeichnen kann, nichts zu spüren. „Kneipp ist viel mehr als Wassertreten“, gibt der Vorstand als Motto aus. Im Jubiläumsjahr hat der Verein Großes vor.

Das Jubiläum soll am 13. September, dem Gründungstag, in großem Rahmen gefeiert werden, wie Madeleine Aimée Broichhausen (erste Vorsitzende in Aachen sowie Vorstandsvorsitzende des Kneipp-Bundes NRW), Tanja Dirven (zweite Vorsitzende), Kristina Kleinke (Schatzmeisterin und Leitung der Geschäftsstelle), Helmut Vondenhoff (Wanderführer) und Björn Jansen (Carolus Therme) erläutern.

Zurück zu den Anfängen: 33 Herren ergreifen am 13. September 1894 die Initiative, sie beschließen die Gründung des Kneipp-Vereins Aachen. Allen voran war es Hubert Sittard, dem mit Heinrich Bohn der erste Vorsitzende zur Seite stand. Die erste Kneipp'sche Wasser-Heilanstalt in der Kaiserstadt Aachen befand sich in der Friedrichstraße 46, unter Aufsicht von Kneipp-Vereins-Arzt Dr. med. Adolph aus Köln. Ein Jahr später zählte der Verein bereits 250 Mitglieder.

Ein erster Höhepunkt folgte am 9. März 1896: Pfarrer Sebastian Kneipp sprach im Aachener Westpark auf einer Großveranstaltung. Helmut Vondenhoff hat sich auf Archivsuche begeben und Erstaunliches entdecken können. Das „Echo der Gegenwart“, älteste Zeitung Aachens mit größter Abonnentenzahl, berichtete am 13. März 1896 unter der Überschrift „Prälat Kneipp in Aachen“ von dem Ereignis. Auf dem Bahnhof Templerbend war er in Aachen eingetroffen. 1930 vermittelte Bürgermeister Kuhnen am Ende des Preuswegs, gegenüber Adamshäuschen, dem Verein ein schönes Gelände, wo man fürderhin eine „Oase der Ruhe und Erholung“ vorweisen konnte und noch kann.

Heute zählt der Kneipp-Verein Aachen 175 Mitglieder. Kristina Kleinke bilanziert einen Zuwachse innerhalb nur eines Jahres von 33 Neuzugängen. Die Mitglieder kommen nicht nur aus Aachen. „Wir haben sehr viele aus den Städten Würselen, Herzogenrath sowie aus den benachbarten Grenzgebieten Belgien und Holland“, sagt sie. Das liege auch am vielseitigen Programmangebot zurück, das auf über 48 Seiten in einem Jahresheft zusammengefasst ist. Stammtische, Fachvorträge, Workshops für Erwachsene und Familien sorgen für reichlich Abwechslung, aber auch an Kinder, Schüler und Studenten ist gedacht. Sehr beliebt sind die von Helmut Vondenhoff geführten Wanderungen.

Madelaine Aimée Broichhausen und Tanja Dirven sprechen die Kooperationen an, die der Kneipp-Verein Aachen mit anderen Partnern eingegangen ist, etwa mit den Carolus Thermen. Björn Jansen wertet die Zusammenarbeit als fruchtbar und erfolgreich, denn man verfolge die gleichen Ziele. Eines davon ist der Errichtung eines Wassertretbeckens im Kurpark von Burtscheid, nach einer geeigneten Stelle werde noch gesucht. Jansen wartet diesbezüglich auf die Weiterentwicklung des Kurwesens in Burtscheid. In den Carolus Thermen finden diverse Veranstaltungen der Kneippianer statt.

Zusammenarbeit gibt es mit der Kneipp-Kita in Hahnund dem Seniorenzentrum St. Severin in Eilendorf. Dort soll, so Tanja Dirven, noch in diesem Jahr eine Kneippanlage errichtet werden. „Ich denke, das wird zum Jubiläum klappen“, ist sie zuversichtlich. Auch mit der Rosenquelle in Burtscheid ist einiges auf den Weg gebracht worden.

De Vorbereitungen fürs Jubiläum sind in vollem Gange. Gefeiert wird am Freitag, 13. September, 19 Uhr, mit einer großen Gala im Restaurant „Kochkultur“ in den Carolus Thermen. Björn Jansen will das Geburtstagskind und die Festgäste mit einer besonderen Überraschung erfreuen. Ein DJ mit Sängerin besorgen den musikalischen Part. Ab sofort können Karten unter kneippverein-aachen@gmx.de oder telefonisch bei Kristina Kleinke unter 0241/16025163 in der Geschäftsstelle bestellt werden.

Mehr von Aachener Nachrichten