Aachen: Karneval und Kultur

Neues von den Jecken : Mit neuem Vorsitzenden geht es zu närrischen Zielen

Förderung für das Brauchtum Karneval: Am 24. Februar 2019 wird in Aachen wieder der Öcher Karnevals Kulturpreis (ÖKK) verliehen.

Sie selbst betiteln ihn gerne als den höchstdotierten Brauchtumspreis in Deutschland: den Öcher Karnevals Kulturpreis (ÖKK). Im vergangenen Jahr verschwand der Preis ein wenig von der Bildfläche, nicht zuletzt weil die Preisverleihung aufgrund von Terminüberschneidungen ausfiel. Bald ist der Preis zur Förderung des Brauchtums Karneval zurück. Am 24. Februar werden sich wieder Institutionen und Personen bei der ÖKK-Verleihung 2019 über stolze Geldsummen freuen können.

„Wir wollen den ÖKK dahin bringen, wo er 2017 aufgehört hat“, erläutert Initiator und ÖKK-Geschäftsführer Harry Ebert. Sagenhafte 69.715 Euro konnte der gemeinnützige Verein durch Spendengelder und Sponsoren innerhalb von sechs Jahren sammeln. „Und vor allem auch ausschütten“, ergänzt Ebert. Mehr als ein Dutzend Bewerber gab es pro Jahr. Profitiert haben zum Beispiel die Gesamtschule Aachen-Brand, die Orjenal Mönster Jonge oder die Burtscheider Lachtauben. Sie alle wurden aufgrund ihrer sozialen Projekte oder gelungenen Integration und Nachwuchsförderung mit jeweils 2222 Euro belohnt. Wer letztlich gewinnt, entscheidet eine rund 30-köpfige Jury, bestehend aus hochkarätigen Politikern und Lokalprominenten.

Der Öcher Karnevals Kulturpreis wird verliehen an „Einzelpersonen, Institutionen, Gruppen. Auch Firmen“, die beispielsweise bei behinderten Mitmenschen, Senioren oder Waisenkindern eine karnevalistische Veranstaltung durchführen, erklärt der Vorsitzende Michael Hamacher. Im August hat dieser den Posten von Claudia Engels übernommen, die aus familiären Gründen zurückgetreten war. Mit Thomas Wobbe unterstützt zudem ein neuer Schatzmeister den Kulturpreis. „Ich hätte auch nicht geweint, wenn Harry mich nicht gefragt hätte“, gab Hamacher zu. Aber Harry Ebert fragte – und Hamacher gab schnell sein „Ja“.

Damit der Preis jährlich ausgeschüttet werden kann, setzt das Team neben Sponsorengeldern insbesondere auf sogenannte „Co-Sponsoren“. „Das sind Leute, die mindestens 111 Euro ins Töpfchen einzahlen“, sagt Hamacher. Nach oben gebe es hingegen keine Grenze. „Manche spenden auch 1111 Euro“, freut sich der Vorsitzende. Eine Ausnahme wurde auch für Hamacher selbst nicht gemacht. „Ich musste erst mal die 111 Euro zahlen, bevor ich den Posten bekam“, erzählte er. Neue Unterstützer sind natürlich immer gerne willkommen.

Bis Ende des Monats will der Vorstand unterdessen einen vorgefertigten Bogen erstellen, der die Bewerbung erleichtern soll. Auch ein neuer Orden soll bei der nächsten Verleihung her, versprach Harry Ebert. Beim Programm halten sich die Organisatoren noch bedeckt. Nur so viel: Der Besuch der Oecher Börjerwehr steht ebenso fest wie der Auftritt der Institutionen, die im Jahre 2017 den Preis erhielten.

Mehr von Aachener Nachrichten