Aachen: Junge Künstler begeistern in der Musikhochschule.

Preisträgerkonzert : Die ganze Bandbreite der virtuosen Gitarre

Der Rektor der Hochschule für Musik und Tanz Köln, Prof. Dr. Heinz Geuen, kommt gerne in seinen Standort Aachen. Zuletzt allerdings nicht als Rektor der Musikhochschule, sondern in seiner Funktion als Lions Musikbeauftragter des Distrikts Rheinland-Süd, um die diesjährigen Preisträger im Konzert zu präsentieren und zu ehren.

Seit 1992 ist es das 25. Mal, dass der Lions Musikpreis vergeben wird. Er wird in jedem Jahr für ein anderes Instrument ausgeschrieben – im Jahr 2019 nach Violine, Trompete und Querflöte für die Gitarre. Die jungen Musiker haben im vollbesetzten Saal der Musikhochschule am Theaterplatz eindringlich gezeigt, dass sie von der Jury in der Wertungsphase im Mutterhaus Köln zu Recht ausgewählt wurden.

Der jüngste Teilnehmer und Sonderpreisträger Stephan König beeindruckte in der dreisätzigen Komposition „La Catedral“ des paraguayischen Komponisten Agustin Barrios mit einer für sein junges Alter sehr sicheren Technik und souveränen Klangkontrolle.

In der anschließenden Sonate von Joaquin Turina brillierte der junge Julian Hugo. In einer Gastwertung für den Distrikt Westfalen Lippe konnte er im Wertungsspiel einen ersten Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb in Kiel erringen.

Der junge seit beinahe zehn Jahren in Deutschland lebende und ebenfalls mit einem ersten Preis ausgezeichnete Yucen Du spielte zu Beginn seines Beitrages zwei Pflichtstücke des Wettbewerbes. Die Präludien Nr. 7 und 8 des mexikanischen Komponisten Manuel Maria Ponce. Im anschließenden Rondo Brillant von Dionisio Aguado erlebte das Aachener Publikum die ganze Bandbreite der virtuosen Gitarre und es wurde mehr als deutlich, warum Prof. Geuen in der Einleitung sein Bedauern ausdrückte, dass der Bezirk nur einen jungen Künstler zum Bundeswettbewerb entsenden darf.

Vor der Preisvergabe gab es noch drei Lieder zur Gitarre als kleines kammermusikalisches Intermezzo zwischen den Solobeiträgen. Wunderschön vorgetragen von den beiden Aachener Studierenden Franziska Groß, Sopran und Nikolai Studenikin, Gitarre. Neben Mauro Giulianis Confuso Smarrito brachten sie die beiden Lieder Pastorcito Santo und Adela von Joaquin Rodrigo zu Gehör.

Der Lions Club nimmt seine musikalische Jugendförderung sehr ernst. Das kam auch durch die Anwesenheit des Distrikt-Governors Ottmar P. Heinen und des Distrikt- Governor elect Westfalen-Lippe Edelbert Schilling zum Ausdruck. Beide waren angereist, um in der feierlichen Preisverleihung die ausgezeichneten jungen Musiker zu ehren.

Bevor schließlich im Foyer der Hochschule die Besucher bei einem Umtrunk, zu dem der Lions Club alle Anwesenden eingeladen hatte, auf das Wohl der Künstler des Konzertes anstoßen konnten, beendete Niklas Halm mit dem dritten Pflichtwerk, der Bourée aus der Suite e-Moll, BWV 996 von Johann Sebastian Bach und der „Grande Ouverture“, op. 61 von Mauro Giuliani stilsicher und virtuos das Konzert. Er wurde ebenso wie Yucen Du mit dem ersten Preis belohnt und darf zusätzlich noch den Distrikt Rheinland-Süd in Kiel vertreten. Es ist Zufall, aber auch eine schöne Anerkennung der sorgfältigen Arbeit am Aachener Standort der Hochschule für Musik und Tanz, dass Niklas Halm hier in der Klasse von Prof. Hans-Werner Huppertz sein Bachelorstudium absolviert.

(red)
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