Aachen: Jugendrotkreuz erstmals im Karnevalszug

Jugendrotkreuz erstmals dabei : Affen, Palmen und Pinguine für den Kinderzug

Das Aachener Jugendrotkreuz ist zum ersten Mal beim Kinderkarnevalszug vertreten. „Sonst haben unsere Leute ja eigentlich immer Bereitschaft, jetzt sollen sie den Zug auch einmal von der anderen Seite kennenlernen“, sagt Melanie Kamp, Leiterin des Jugendrotkreuzes Aachen.

Und so bastelt sie gemeinsam mit rund 20 Kindern und Jugendlichen an den Kostümen für den Zug am Tulpensonntag. Ihr Motto lautet Madagaskar, und die Rotkreuzler werden als kleine Äffchen (Lemuren), Palmen, Pinguine, Zebras und Löwen unterwegs sein.

Den eigentlichen Anstoß zur Teilnahme aber gab der Förderverein Kinderkarneval (Fökika). Denn der verspricht, die Teilnahme von Gruppen, die keinem Karnevalsverein angehören, finanziell zu fördern. Wie groß die Unterstützung ausfallen wird, steht dabei laut Petra Nießen, Fökika, noch nicht fest.

Erst wenn sich die Gruppen zum Zug anmelden, bekommen sie ein Formular mit den Modalitäten, um die Förderung zu beantragen. Melanie Kamp jedenfalls musste niemanden überreden, um am Zug teilzunehmen. Die jungen Leute waren nur zu gern bereit mitzumachen. Und das wird auch den Förderverein sehr freuen.

Denn laut Volker Lauven, stellvertretender Vorsitzender, geht es gerade darum, den Kinderkarneval lebendig zu erhalten. „Aus ihm rekrutiert sich schließlich auch der Nachwuchs für die großen Vereine“, sagt er. Und dass Aachen einen eigenen unabhängigen Kinderzug hat, sei schließlich auch etwas ganz Besonderes, so Petra Nießen.

Der Nachwuchs des Roten Kreuzes jedenfalls ist mit Feuereifer bei der Sache und stellt derzeit mit viel Phantasie und Geschick die Kostüme her. Und dabei offenbart sich auch hier und da mal ein unerkanntes Talent: Der zwölfjährige Sven zeigt an der Nähmaschine so viel Geschick, dass die gesamten Näharbeiten schließlich vertrauensvoll in seine Hände gelegt werden.

(mas)
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