Aachen: Aachen guckt die WM vor allem in Kneipen

Aachen : Aachen guckt die WM vor allem in Kneipen

Mit dem Spiel der Gastgebermannschaft Russland gegen das Team aus Saudi-Arabien beginnt am Donnerstag, 14. Juni, die Fußballweltmeisterschaft. Anstoß ist um 17 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Das erste Spiel der deutschen Mannschaft läuft am Sonntag, 17. Juni, um 17 Uhr gegen Mexiko. Doch wo kann man in Aachen die Spiele verfolgen, wenn nicht gerade auf dem heimischen Fernseher?

„Bei der Stadtverwaltung hat niemand eine Genehmigung für eine öffentliche Fußballübertragung beantragt“, sagt Rita Klösges vom städtischen Presseamt auf Anfrage. Größere sogenannte „Public Viewings“, wie es sie beispielsweise bei der WM 2006 in Deutschland auf dem Aachener Markt gab, wird es also in diesem Jahr nicht geben.

Zuhause bleiben müssen die Aachener Fußballfans aber während der WM trotzdem nicht. Und auf Leinwand kann man auch gucken, wenn man das mag: So wird im Innenhof vom Alten Posthof, dem Kapuziner Karree, eine Großleinwand aufgebaut, wie die Polizei Aachen weiß.

Schlechtes Wetter? In Aachen möglich, aber nicht unbedingt ein Problem: Auch im Cineplex-Kino werden die Spiele mit deutscher Beteiligung übertragen.

Auch im Bereich der Pontstraße werden Fußballfans sicherlich viele Gaststätten finden, die die Spiele auf verschiedenen Fernsehgeräten und Leinwänden übertragen werden, unter anderem im Sowiso, im Magellan, im Apollo oder im Freiraum. Viele weitere Kneipen in der Aachener Innenstadt und in den Stadtteilen haben angekündigt, die Spielübertragungen zu zeigen.

Auch nach dem Abpfiff feiern gerade die Anhänger der jeweils siegreichen Mannschaft gerne weiter. Die Ponstraße ist erfahrungsgemäß nach Siegen der deutschen Nationalmannschaft quasi gar nicht mehr passierbar.

„Wir wissen, dass es auch in Aachen regelmäßig Autocorsos nach den Fußballspielen gibt, und wir wollen auch keine Spielverderber sein“, erklärt Paul Kemen von der Pressestelle des Polizeipräsidiums. Doch man appelliere an die Fans, sich sowohl an die gültigen Straßenverkehrsregeln zu halten und auch an diejenigen zu denken, die sich nicht so sehr für den Fußball begeistern, und entsprechend Rücksicht zu nehmen.

Krawall aus Aachen wird es an den Austragungsorten Russland nicht geben: „Von den uns bekannten Problemfans wird niemand nach Russland reisen“, sagt Kemen. Gleichwohl habe man in Aachen 15 Gefährderansprachen gehalten. Das bedeutet, dass die Polizei bei Fußballfans vorstellig geworden ist, die in der Vergangenheit negativ aufgefallen sind. „Wir haben denjenigen erklärt, dass sofort ein Platzverweis für die ganze Innenstadt ausgesprochen wird, wenn sie sich daneben benehmen. Wir kennen ja unsere Pappenheimer und haben sie auch auf dem Schirm“, sagt Paul Kemen.