Aachen: Gartendenkmal am Hangeweiher erstahlt in neuem Glanz

Privates Engagement für öffentliche Fläche : Eine Rotbuche als Symbol der Neugestaltung

Die Umbauarbeiten am Gartendenkmal in der Kaiser-Friedrich-Allee sind offiziell abgeschlossen.

Die Wege um die Parkanlage wurden instand gesetzt, was vor allem Spaziergänger und Jogger freuen dürfte, die hier tagein tagaus ihre Runden drehen. Für letztere zeigen kleine Steelen an, wie viele Meter sie auf ihrer Runde bereits zurückgelegt haben. 6000 Quadratmeter Strauchwerk wurden entfernt, um Bachlauf und den Seerosenteich wieder freizulegen.

Insgesamt wurden 16 Bäume neu gepflanzt. Außerdem wurden neue Bänke entlang des Grünzugs aufgestellt, die zum Verweilen einladen. „Viel wertiger“ sei der 400 mal 40 Meter lange Grünzug nun im Vergleich zu seinem verwilderten Vorzustand, betonte Oberbürgermeister Marcel Philipp. Für ihn ist die Umbaumaßnahme zum einen ein gelungenes Beispiel für Denkmalpflege, die nicht nur bewahrt, was da ist, sondern die so bewahrt, dass das Denkmal auch genutzt werden kann.

Zum anderen ist es auch ein gutes Beispiel für gemeinsames Engagement, denn ohne die Spende eines privaten Sponsoren wäre die Stadt nicht in der Lage gewesen, die Kaiser-Friedrich-Allee so zügig in ihren neuen alten Zustand zu versetzen, sagt Karen Roß-Kark vom Fachbereich Umwelt. 300.000 Euro stellte Dr. Eckhard Schulz, Geschäftsführer des IT-Unternehmens DSA mit Sitz an der Pascalstraße, zur Verfügung. „Es ist nicht ungewöhnlich, dass erfolgreiche Unternehmen etwas an die Region zurückgeben“, sagt Schulz, mit dem Ergebnis sichtlich zufrieden. Auch hofft er, dass das Beispiel seines Unternehmens andere hier ansässige Unternehmen dazu animiert, sich ebenfalls für die Stadt zu engagieren.

Die größte Herausforderung, erzählt Isabel Maier von der Denkmalpflege der Stadt, war die verborgene Landschaft wieder sichtbar zu machen. Weßberges Entwurfsidee sei nun wieder erlebbar. Die einzige Neuerung, die in den ursprünglichen Plänen so nicht vorgesehen war, ist ein Übergang innerhalb der Paubachfläche, markiert durch zwei große Findlinge. Weßberge hatte den Park 1925 als grüne Brücke zwischen Stadt und Aachener Wald erdacht, als die Stadt sich weiter ausdehnte. Mit der Aufwertung der Kaiser-Friedrich-Allee würde auch wieder deutlicher, dass der Aachener Stadtwalddirektor die Kaiser-Friedrich-Allee und den Kaiser-Friedrich-Park am Hangeweiher als Einheit gedacht und geplant hatte. Beides zusammen ist seit 1994 eingetragenes Gartendenkmal der Stadt Aachen. Und auch die Anwohner haben inzwischen ihren Frieden mit der Aufwertung der Kaiser-Friedrich-Allee gemacht. Zu Beginn, erzählt ein Anwohner, habe er sich große Sorgen gemacht: „Es wurde so viel abgeholzt, Vögel nisteten hier. Aber inzwischen muss ich zugeben, dass das hier sehr schön geworden ist.“ Die nächste große Herausforderung wird die Pflege der Anlage sein. Noch einmal soll die Kaiser-Friedrich-Allee nicht so zuwuchern.

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