Aachen "Fridays for Future" stellt die Verkehrswende zur Diskussion

„Fridays for Future“ : Den Verkehr ändern, um das Klima zu retten

„Wir können mehr als nur schwänzen“: Organisatoren der „Fridays for Future“-Proteste laden zur Diskussion in die Citykirche

Für Samstag, 4. Mai, laden die jungen Leute von „Fridays for Future“ Bürgerinnen und Bürger in die Citykirche, Großkölnstraße, ein. Gemeinsam möchte die Bewegung mit Wissenschaftlern, Politikern und Bürgern unter dem Titel „Verkehrswende – Wie, Wo, Wann und Ob” diskutieren. Der Einlass in der Citykirche erfolgt ab 12 Uhr. Nach Vorträgen der Referenten soll diskutiert werden.

„Wir werden so oft als naive Kinder dargestellt, die keine Ahnung von der Materie haben”, sagt die 17-jährige Anna Moors, die mit anderen gemeinsam die Demonstrationen in Aachen für einen besseren Klimaschutz organisiert. „Wir sind alles andere als naiv“, sagt Moors. „Ganz im Gegenteil. Uns sind die Schwierigkeiten und Probleme, die das Thema Klimaschutz mit sich zieht, durchaus bewusst. Deshalb möchten wir erstmals als Aachener ‚Fridays for Future’-Bewegung die Bürgerinnen und Bürger zu einem Dialog und einer Diskussion einladen.” Warum „Fridays for Future“ in Aachen ausgerechnet das Thema der Verkehrswende wählte, erklärt Vitus, ein Mitorganisator: „Wenn sich das Klima nicht ändern soll, müssen wir den Verkehr ändern. Es gibt kein Menschenrecht darauf, mit 130 km/h eine Autobahn zu befahren. Aber es ist ein Menschenrecht zu leben. Und wenn uns Realitätsverlust vorgeworfen wird, dann gibt uns genau diese Kritik den Anstoß zur Änderung des Verkehrs in der Welt”.

„Die Welt verändern“

„Ich denke nicht, dass ich es je bereuen werde, mich für den Klimaschutz eingesetzt zu haben”, ergänzt Anna Moors: „Man kann uns nicht mit Heldinnen und Helden wie Rosa Parks, Malala Yousafzai oder den Geschwistern Scholl erziehen und sich dann wundern, dass wir uns wie sie verhalten, dass wir anfangen, die Dinge zu ändern, die wir nicht akzeptieren können, anstatt die Dinge zu akzeptieren, die wir angeblich nicht ändern könnten. Wir können die Welt verändern.“

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