Aachen: „Aachen entdeckt Indien“ an der Katholischen Hochschulgemeinde

Aachen : „Aachen entdeckt Indien“ an der Katholischen Hochschulgemeinde

Die Hände kunstvoll mit Henna bemalen lassen, unter fachkundiger Anleitung einen Sari anlegen, indische Tänze und Musik genießen, leckere indische Snacks probieren — all das und noch viel mehr kann man beim großen Indien-Tag in der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) erleben.

Am Samstag, 7. Oktober, laden der Indische Studentenverein Aisa, die Deutsch-Indische Gesellschaft Aachen und die KHG Aachen dazu ein, Indien mit allen Sinnen zu erleben. 1000 indische Studierende sind derzeit in Aachen eingeschrieben.

„Seit 2000 sind die Studierendenzahlen deutlich angestiegen. Waren es in den 1990er Jahren gerade mal zehn Inder, die an einer der drei Aachener Hochschulen studierten, sind es heute 100 Mal so viele. Sie sind damit die zweitgrößte Gruppe nach den Chinesen“, erklärt Jürgen Franz, Gründungsmitglied der Deutsch-Indischen Gesellschaft in Aachen. Er will mit seinem Verein zum Einen die Integration der indischen Studierenden in Aachen fördern und zum Anderen den Aachener Bürgern die indische Kultur näherbringen.

„Viel selbst ausprobieren“

„Entdecken heißt auch, dass man möglichst viel selbst ausprobiert, zum Beispiel einen Sari anzieht, oder eben die Henna-Malerei“, erklärt Helga Hanek von der Deutsch-Indischen Gesellschaft. Damit alles möglichst authentisch ist, sind in der Organisation zwei Mitglieder vom Indischen Studentenverein Aisa federführend aktiv. Der 26-jährige Braven John Joji kommt aus der südindischen Region Kerala und macht seinen Master in Mechatronik an der RWTH. Die 25-jährige Sweatha Soundararajan kommt aus der Region Tamil Nadu in Südindien und macht derzeit ihren Masterabschluss in Product Engineering an der RWTH.

Besuch vom Generalkonsulat

„Die KHG hatte schon immer einen Schwerpunkt in interkultureller Begegnung“, erklärt Guido Schürenberg. „International Brücken zu bauen, ist unser Ziel. Und es ist sehr spannend, sich beispielsweise mit dem Hinduismus und seinen Besonderheiten zu beschäftigen. Das ist Teil unserer Anerkennungs- und Willkommenskultur“, erklärt Markus Reissen, bei der KHG für interkulturelle Arbeit, Beratung und Projekte zuständig. Der Stellenwert der Veranstaltung ist groß, sogar aus dem indischen Generalkonsulat in Frankfurt hat sich Besuch angemeldet.

Auf dem Programm stehen nach der offiziellen Begrüßung um 12 Uhr Bollywood-Musik, indischer Volkstanz, Yoga-Demonstrationen, sowie Sari anlegen und Turban binden. Außerdem erwartet die Besucher eine Foto-Ausstellung, ein großer indischer Basar, Informationsstände und natürlich indische Spezialitäten. „Es geht zu wie in Indien, und wir freuen uns, wenn möglichst viele Aachener unsere reiche Kultur kennenlernen“, betont Braven John Joji.

Am Samstag, 7. Oktober, sind Interessierte bei freiem Eintritt von 12 bis 18 Uhr zu „Aachen entdeckt Indien“ in der KHG an der Pont­straße 72 willkommen.

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