Aachen, Düren, Heinsberg und Euskirchen mit gemeinsamem Kulturprogramm

Gesamtregionales Kinder- und Jugendkulturfestival : Startschuss für „Rampenfieber“ ist gefallen

Theater und Literatur, Tanz und Musik, Foto und Film: All das bietet „Rampenfieber“, das neue Kinder- und Jugendkulturfestival in der Region Aachen. Jetzt ist der Startschuss gefallen.

Junge Menschen in der Region kulturell in Verbindung zu bringen, das ist das Ziel von „Rampenfieber“, dem ersten gesamtregionalen Kinder- und Jugendkulturfestival. Als Projektträger organisiert der Zweckverband Region Aachen das Jugendkulturprojekt in Zusammenarbeit mit den Partnern Stadt Aachen, Städteregion Aachen sowie den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg und dem Verein Akut. Die Kosten in Höhe von 190.000 Euro werden zu 50 Prozent vom Land bezuschusst. Der offizielle Startschuss für das Festival mit den Sparten Theater & Literatur, Tanz, Musik sowie Bildende Kunst, Foto und Film fiel jetzt im Depot Talstraße.

Bausteine als Alleinstellungsmerkmal

Moderiert von Jenny Schnier und Tobias Lenk stellten die einzelnen Projektpartner ihre jeweilige Kultursparte vor. Die einzelnen Festivalbausteine haben jeweils ein Alleinstellungsmerkmal. Der Kreis Düren steht für die Sparte Tanz, der Kreis Euskirchen für die Bildende Kunst und der Kreis Heinsberg für die Musik. Den Bereich Theater & Literatur decken die Stadt Aachen und die Städteregion Aachen ab. „Die Zuteilungen sind kein Zufallsprodukt, sondern beruhen auf bereits bestehenden Expertisen. In Aachen und der Städteregion fanden zum Beispiel 20 Jahre lang erfolgreich die Schultheatertage statt“, erklärt Jutta Kröhnert von Akut e.V.
Die erste biennale Veranstaltungsreihe dieser Art steht unter dem Motto „Homestories - Heimat, Sehnsucht, Individualität“. „Wir fragen junge Menschen, wofür sie brennen, was sie antreibt, was für sie Heimat bedeutet“, erklärte Susanne Ladwein vom Zweckverband Region Aachen, die die Geschäftsführerin Prof. Dr. Christiane Vaeßen vertrat.

Olaf Müller, Leiter vom Kulturbetrieb der Stadt Aachen und Markus Terodde, Dezernent für Bildung, Jugend und Strukturentwicklung der Städteregion Aachen, stehen hinter der Sparte „Theater“. „1985 habe ich zusammen mit Jutta Kröhnert von Akut e.V. Brechts ‚Trommeln der Nacht’ gespielt. Theater ist eine einmalige Grenzerfahrung. Es gibt dabei den Schauspieler selbst, der eien bestimmte Rolle spielt und dann reagiert noch das Publikum. All das schafft viele prägende Momente und wertvolle Erfahrungen“, betonte Müller. „Kulturelle Bildung beeinflusst die schulischen Leistungen positiv. Neben dem Lernstoff etwas im Team zu erarbeiten, sich auf der Bühne zu präsentieren, Selbstsicherhet zu gewinnen und die Schwellenangst zum Stadttheater zu überwinden tut den Teilnehmern gut“, erklärte Terrodde.

Was zum Beispiel in seiner Jugend an kulturellen Angeboten gefehlt habe, das schaffe „Rampenfieber“ jetzt mit der Sparte „Tanz“, betonte Georg Beyß, Kreisdirektor vom Kreis Düren. „Dabei geht es um die Aspekte von Tanz als gesundheitsfördernder Bewegung, um Körpergefühl und Motorik, nonverbale Kommunikation und das Gruppenerlebnis“, betonte Beyß. Eine besondere Rolle in der Tanz-Sparte soll die jeweilige Botschaft spielen, die von den Gruppen in rund 20 bis 30 Minuten in verschiedenen Tanzformen aufgeführt wird. In Düren macht man sich seit einigen Jahren für den Bereich „Tanz“ stark.

Albert Moritz, Geschäftsführer des Zentrums für kulturelle Bildung Vogelsang IP und Hendrik Kemper-Vodegel repräsentierten den Kreis Euskirchen. „Kunst schafft Gänsehaut“, betonte Moritz und Kemper-Vodegel unterstrich, welch ein Pluspunkt die Sparte Fotografie in dem Gesamtfestival sei.
Stephan Pusch, Landrat des Kreises Heinsberg, vertritt die Musik. Egal ob Band, Chor oder Rapper, jeder hat die Möglichkeit, teilzunehmen. Wie Franz Josef Dahlmanns erklärte, gibt es in Heinsberg seit vielen Jahren ein herausragendes Gitarrenfestival, aus dem man viele Erfahrungswerte für „Rampenfieber“ mitnimmt.

Bevor das eigentliche Festival im Mai 2020 losgeht, stehen Lehrkräften und Schülern Workshops und Ateliers zur Verfügung. Je nach ausgewählter Sparte können sich Interessierte mit anderen Teilnehmern austauschen und in Verbindung setzen. Die Anmeldephase beginnt vor den Sommerferien 2019, die Workshops finden nach den Sommerferien 2019 statt.

Infos unter www.rampenfieber.eu.

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