Aachen: Blasorchesterrepertoire der höchsten Schwierigkeitsstufe

Bläserphilharmonie Aachen im RWTH-Hauptgebäude : Höchst anspruchsvolles Programm

Vor fünf Jahren – im Oktober 2013 – gründeten ein paar Studenten der RWTH Aachen ein neues Orchester, die Bläserphilharmonie Aachen. Das erklärte Ziel der jungen Musiker war es, das erste und einzige reine Blasorchester in der Aachener Innenstadt aufzubauen, das Werke aus dem Blasorchesterrepertoire der höchsten Schwierigkeitsstufe spielen kann.

Das Orchester wuchs schnell auf über 70 Musiker an, von denen die Mehrzahl an einer Aachener Hochschule studiert. Bald konnte sich die Bläserphilharmonie Aachen durch regelmäßige Konzerte im Semesterturnus einen Namen im Kulturkalender der Stadt machen und ist heute ein weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannter Klangkörper. Ein besonderer Erfolg war die Teilnahme an der Weltmeisterschaft der Blasorchester, dem World Music Contest 2017 in Kerkrade, bei dem die jungen Musiker eine Goldmedaille mit Auszeichnung gewannen und zeigen konnten, dass sie international zu den besten Blasorchestern zählen.

Im Dezember steht das erste kleine Jubiläum des jungen Orchesters an: Zum Abschluss der 10. Arbeitsphase wird sich die Bläserphilharmonie Aachen am Freitag, 7. Dezember, um 19:30 Uhr und am Sonntag, 9. Dezember, um 17:00 Uhr, in zwei Konzerten in der Aula im Hauptgebäude der RWTH Aachen am Templergraben 55 dem Publikum präsentieren. Seit zwei Monaten proben die Musiker der Bläserphilharmonie Aachen an dem neuen Konzertprogramm. Die Konzerte stehen unter der Leitung von Tobias Haussig, der ebenfalls seit fünf Jahren Chefdirigent der Bläserphilharmonie Aachen ist und mit dem Orchester zum zehnten Mal auftreten wird.

Das Programm enthält mit der „Rhapsodie für Blasorchester und Altsaxophon“ von André Waignein ein fulminantes Solowerk. Als Saxophonsolist wird dabei Christian Segmehl aus Biberach/Riss auftreten. Der Solokünstler erhielt bereits mehrere Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben, gewann einen „Echo Klassik“ und konzertierte mit vielen renommierten Orchestern wie z.B. dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Berliner Philharmoniker oder der Staatsoper Stuttgart. Ein weiterer Höhepunkt wird die Uraufführung des neuen Stücks „Schattengänge“ des bekannten luxemburgischen Komponisten Marco Pütz sein, das anlässlich des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven im Jahr 2020 komponiert wurde und thematisch die 7. Sinfonie Beethovens aufgreift. Des Weiteren stehen mit den Armenian Dances von Alfred Reed, der Fanfare for the Common Man von Aaron Copland und Mothership von Mason Bates drei vielseitige Werke von amerikanischen Komponisten auf dem Programm.

Karten zum Preis von 7,50 Euro (5 Euro€ ermäßigt) sind über www.blaeserphilharmonie-aachen.de erhältlich.

(red)
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