Aachen: Bläserphilharmonie begeistert das Publikum

„Sinfonische Tänze“ : Allein sieben Schlagwerker stehen auf der Bühne

Die Bläserphilharmonie Aachen ist zwar ein eher junges Orchester, hat sich aber bereits einen Namen gemacht. Jetzt hatte das Publikum in der Aula der RWTH einmal mehr Gelegenheit, sich vom Können der Musiker zu überzeugen.

Klarinette, Flöte, Oboe, Fagott, Saxophon oder Waldhorn: Die Liste der Blasinstrumente, die zum Einsatz kommen, ist lang. Clemens Baumeister, Vorsitzender der Bläserphilharmonie, ist von Anfang an dabei. „Ein gutes Blasorchester gab es damals nicht, deshalb haben wir 2013 eines gegründet“, sagt er heute. Und mit Thomas Haussig habe man einen Dirigenten gewonnen, der dem Orchester schnell ein modern geprägtes Profil gab.

Das jüngste Konzert in der Aula der RWTH stand unter dem Titel „Sinfonische Tänze“. Die „Overture to a Pops Concert“ von Henry Mancini begann mit einem markanten „Orchestertutti“. Das Publikum ließ sich mitreißen von den Melodien und sparte entsprechend nicht mit Applaus. Immer wieder ergänzten aus dem Hintergrund die Schlagwerker mit Trommeln, Pauken, Becken, Triangeln, Xylophon und vielem mehr das Spiel der Bläser. Allein sieben Schlagwerker standen auf der Bühne und setzten mit ihren Trommeln und Becken immer wieder wirkungsvolle Akzente.

Neben dem umfassenden Schlagwerk und den Blasinstrumenten verleihen unter anderem auch Harfen, Klavier und Kontrabass dem Orchester seinen ganz besonderen Klang. Mit „Wer ist Elise?“ von Johannes Stert nahmen die Musiker Bezug auf eines der bekanntesten Stücke Ludwig van Beethovens: „Für Elise“. „Rondo Skolion“ von Hardy Mertens, „Mexican Pictures“ von Franco Cesarini sowie „Second Suite for Military Band“ von Gustav Holst waren weitere Stücke des Programms. Besonders nennenswert ist nach Meinung von Clemens Baumeister die Suite „Belkis, Regina di Saba“ von Ottorino Respighi. Und natürlich die Sängerin Imen al Amouri mit ihren arabischen Liedern.

Die Bläserphilharmonie besteht zum Großteil aus Studenten, auch wenn durchaus das ein oder andere ältere Semester vertreten ist. Im Publikum sitzen Eltern und Freunde, die die Termine der Konzerte inzwischen fest im Kalender notiert haben. Das Orchester studiert jedes Semester ein neues Konzertprogramm ein, das anschließend präsentiert wird. Und als seltenes Blasorchester hat sich die Bläserphilharmonie laut Clemens Baumeister inzwischen in der Aachener Musiklandschaft gut etabliert.

Vor knapp zwei Jahren hat sich das Blasorchester aus dem Stand beim World Music Contest in Kerkrade unter den zehn Besten platziert. In diesem Jahr wurde das Orchester eingeladen, zum Deutschen Musikfest nach Osnabrück zu fahren und dort ein Galafest zu geben. Anfang Juni reisten die Musiker also zum Bundesmusikfest, das alle sechs Jahre stattfindet und unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht.

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