Aachen: Baustelle an der Raerener Straße sorgt für Unmut

Fußgängerüberweg : Raerener Straße: Fahrbahnverengung verärgert die Anwohner

Damit Fußgänger von der einen zur anderen Straßenseite kommen, müssen sie an der neuen Fahrbahnverengung auf die Straße treten. Doch die Stadt Aachen sagt, dass die Situation an der Straße noch nie ideal gewesen sei.

Die Raerener Straße bei Lichtenbusch ist eine besondere Straße, keine Frage. Auf der einen Seite deutsch, auf der anderen belgisch, verbindet sie beide Länder wie nur wenige andere Straßen in der Stadt. Es gibt allerdings noch eine weitere Besonderheit. Denn es existiert kein Gehweg für Fußgänger. „Es gab noch nie einen Gehweg und es wird wohl auch zeitnah keinen geben“, sagt Harald Beckers vom städtischen Presseamt auf Anfrage unserer Zeitung.

Dass eine Straße ohne Gehweg für Fußgänger problematisch sein kann, weiß eine Anwohnerin der Raerener Straße zu berichten. Vor allem jetzt, da die Fahrbandecke kürzlich erneuert und eine Fahrbahnverengung eingerichtet wurde. „Es gibt an dieser Stelle keinen festen Gehweg auf der belgischen Seite. Bei zwei Grundstücken ist ein Graben gleich neben der Verengung, kein Kies oder Weg. Fußgänger müssen daher dort auf die Straße ausweichen“, sagt sie. Dies sei vor allem für Kinder gefährlich. „Die Situation an der Straße ist niemals ideal gewesen für Fußgänger“, sagt Beckers. Daher habe der Stadtbetrieb die Fahrbahnverengung im Zuge der dringend nötigen Fahrbahndeckenerneuerung gleich mit angelegt, um Tempo bei den Autofahrern rauszunehmen. Die seien nämlich regelmäßig zu schnell in dem Bereich unterwegs gewesen, wo die 50er-Zone in die 30er-Zone mündet.

So habe man sich dazu entschlossen, die Autofahrer durch Grünbeete zum Abbremsen zu bewegen. Der Anwohnerin reicht das nicht. „Wäre die Verengung fünf Meter weiter eingerichtet worden, wäre es für Fußgänger einfacher gewesen, die Straße zu überqueren, da sie dann nicht auch noch an den Gräben vorbei müssten“, sagt sie. Laut Beckers folgen immerhin noch Markierungen und andere kleinere Arbeiten. Daher gebe es derzeit auch noch ein Sperrgitter. Einfacher wird die Situation für Fußgänger dadurch vermutlich nicht, sie werden aber wohl oder übel damit leben müssen.

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