Aachen: Aachen-Arkaden: Für die ersten Händler wird die Luft dünn

Aachen: Aachen-Arkaden: Für die ersten Händler wird die Luft dünn

Die Lage ist kritisch und der Druck groß: Im Laufe des April werden die Entscheidungen, fallen, ob die Aachen-Arkaden eine Zukunft haben. Wenn nicht möglichst kurzfristig neue Mieter gefunden werden, könnte das Schicksal des Einkaufszentrums im Aachener Osten bereits in wenigen Wochen besiegelt sein.

Nicht zuletzt deshalb haben sich im Rat der Stadt CDU und SPD in der vergangenen Woche dazu durchgerungen, einer umstrittenen Sortimentsänderung zuzustimmen: So wurde die Verkaufsfläche für Textilien, Schuhe, Lederwaren und Schreibwaren jetzt gegen den Willen des innerstädtischen Einzelhandelsverbands erhöht, der selbst um jeden Kunden kämpft.

Dennoch sehen die Politiker in der Sortimentsänderung die einzige Chance, die Arkaden zu retten und den Leerstand zu beseitigen, der nach Angaben des Betreibers TCN bei rund 20 Prozent liege. Zugleich hofft das in Neuss ansässige Unternehmen, mit neuen Angeboten auch die Kundenfrequenz verbessern zu können, die nach wie vor zu wünschen übrig lässt.

Konkrete Angaben über neue Mieter kann Antje Feiter, zuständig für die Pressearbeit bei TCN, derzeit nicht machen. „Noch ist nichts unterschrieben.” Man sei aber mit mehreren Interessenten in ernsthaften Gesprächen. Oberste Priorität sei es, langfristige Mietverträge abzuschließen. Aber auch „temporäre Mietverträge” seien inzwischen denkbar.

Dass TCN mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Aachen-Arkaden alles andere als zufrieden sein kann, ist ein offenes Geheimnis. Hauptproblem seit der Eröffnung: Es fehlen große Sog-Läden wie Saturn oder Media-Markt und ein namhafter Lebensmittelanbieter, ohne die solche Einkaufszentren kaum überleben können.

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