Aachen: Alkuinrealschule vor der auslaufenden Schließung

Politik stellt Weichen im Schulausschuss : Das letzte Kapitel für die Alkuinrealschule

Für die Aachener Alkuinschule wird am kommenden Dienstag wohl das letzte Kapitel aufgeschlagen. Die Realschule an der Alkuinstraße, die für das nächste Schuljahr nur noch 24 Anmeldungen verzeichnete, soll ab dem 1. August auslaufend geschlossen werden. Das verlangt die Bezirksregierung in Köln, das schlägt die Verwaltung vor, und das werden die städtischen Schulpolitiker am Dienstag, 2. Juli, wohl so entscheiden.

Nicht leichten Herzens, wie Bernd Krott (SPD) betont. Eine Schule zu schließen, sei immer eine schwierige Entscheidung. „Aber leider sehen wir uns gezwungen, die auslaufende Schließung einzuleiten.“ Das hatten Vertreter aus Politik und Verwaltung auch am 5. Juni in einem Gespräch mit Schulleitung, Lehrern, Schülern und Eltern der Alkuinrealschule herausgestellt.

Die Politik werde den weiteren Prozess begleiten, versichert Holger Brantin (CDU), der ebenfalls darauf verweist, dass die Bezirksregierung nun einmal keine Bildung einer neuen Eingangsklasse zulasse. „Es wird aber die Entscheidung der Schule sein, wann am Standort Schluss sein soll“, betont Brantin. Im Beschlussvorschlag der Verwaltung für Schulausschuss und Stadtrat liest sich das so: „Die auslaufende Schließung wird so lange fortgeführt, wie ein ordnungsgemäßer Unterrichtsbetrieb an der Schule fortgeführt werden kann.“ Die Erfahrung mit Schließungsprozessen an anderen Schulen zeigt, dass mit dem Ratsbeschluss meist auch eine Absetzbewegung einsetzt. Eltern neigen dazu, ihre Kinder nicht bis zum Schluss an einer Schule zu lassen, deren Ende beschlossene Sache ist. Und auch in den Kollegien schauen sich viele verständlicherweise flott nach neuen Perspektiven um.

Kein Geheimnis ist indes, dass die Alkuinstraße auch als möglicher Standort für die neue, fünfte Gesamtschule im Gespräch ist. „Die Alkuinschule wird aber nicht geschlossen, um die fünfte Gesamtschule zu bauen“, versichert Bernd Krott. „Und es ist auch nicht das einzige Grundstück, das geprüft wird.“ Der SPD-Politiker hofft, dass die Standortentscheidung für die fünfte Gesamtschule nach den Sommerferien getroffen werden kann.

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