Aachen: Alemannia-Aktion zugunsten der Caritas

„Tore Schießen – Lücken schließen“ : Jedes Alemannia-Tor soll der Caritas helfen

„Dann macht es doppelt Spaß, Tore zu schießen.“ David Pütz und Mahmut Temür, Mitglieder des aktuellen Alemannia-Kaders, zeigten spontan Herz, als sie bei der Vorstellung der jüngsten Kampagne der Alemannia nach ihrer Meinung gefragt wurden.

„Tore schießen – Lücken schließen“ haben Caritas-Pressesprecher Wolfgang Offermann und Marinko Kalic, Fachbereichsleiter Migration bei der Caritas Aachen, ihre Idee überschrieben.

Für jedes Tor, das die Männer in Schwarz-Gelb erzielen, können sich die Fans erkenntlich zeigen und einen frei gewählten Betrag zugunsten der Caritas spenden. Hierzu ist eine kurze Anmeldung vonnöten. Sowohl online im Internet (www.tore-schießen.de) als auch analog auf Aktionskarten (Geschäftsstelle der Alemannia oder bei der Caritas) ist dies möglich. Nach der Saison erhält der Teilnehmer dann eine Benachrichtigung der Caritas mit der Erinnerung an die Teilnahme sowie der Bitte, die versprochene Summe einzuzahlen.

„Wir machen da keinen Druck“, sagte Offermann, „das Ganze ist auf absolut freiwilliger Basis angesiedelt. Aber wir möchten natürlich am Ende der Saison eine erwähnenswerte Summe zusammenbekommen“, hoffte er auf rege Teilnahme.

Mehrere integrative Projekte der Caritas brauchen finanzielle Unterstützung. Die Caritas fasst diese Projekte unter dem Titel „Herkunft:Zukunft“ zusammen und unterstreicht so die Zerrissenheit vieler Zuwanderer, die ihre alte Heimat verlassen mussten und in der neuen Heimat nur langsam Fuß fassen.

„Mein Vater ist mit 16 Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen“, sagte Temür, und er sei von Beginn an gut aufgenommen worden. „Damals ist auch viel für die Zuwanderer getan worden“, gab er die väterlichen Erfahrungen gerne weiter. Für ihn und Pütz ist es eine Freude, dieses Projekt zu unterstützen.

Beide halten die Sprachbarriere für das größte Problem bei der Integration und sind froh, dass einige Aktionen auch in diesem Bereich angesiedelt sind. Beispielhaft erwähnte Kalic das Café Weltweit, das jeden Mittwoch zwischen 16.30 und 19 Uhr in den Räumen des Café Pinu’u in der Buchkremerstraße 2 stattfindet und bei dem in lockerer, geselliger Runde Pläne geschmiedet, Freundschaften geknüpft und Unternehmungen von Migranten und Einheimischen verabredet werden. „Das ist die beste Form des Miteinander“, betonte Offermann, „auf Augenhöhe und ungezwungen lernen alle Beteiligten am meisten“.

Kalic und Offermann zeigten sich sehr erfreut, dass der Alemannia-Vorstand nach nur wenigen Minuten die Zusage zur Zusammenarbeit gab: „Das war wirklich großartig.“ Sie drücken der Alemannia natürlich für die Saison die Daumen, denn eins ist auch klar: Wichtig ist aufm Platz!

Mehr von Aachener Nachrichten