Aachen: Abriss des Vegla-Hauses geht in die nächste Etappe

Bauen in Aachen : Am alten Vegla-Haus rücken jetzt die Großbagger an

Die Abrissarbeiten am Vegla-Haus gehen in die nächste Etappe. Die Asbest-Entsorgung konnte vor kurzem beendet werden. Jetzt kommt auf die Anwohner allerdings auch viel Lärm zu.

Die schwierigste Phase bei den langwierigen Abrissarbeiten konnte bereits vor rund vier Wochen abgeschlossen werden – jetzt geht das Neubauprojekt am Standort des ehemaligen Vegla-Hauses an der Ecke Bismarckstraße/Viktoriallee in die nächste Etappe. Für die Anwohner bedeutet das vor allem, dass der Lärmpegel im Umfeld in den kommenden Monaten wieder zunehmen wird.

Nachdem die Asbest-Entsorgung im Altbau Ende August in einem komplizierten technischen Absaug-Verfahren abgeschlossen werden konnte, soll das riesige Betongerippe im Herzen des Frankenberger Viertels bis zum Jahresende komplett weichen. Ende 2018 hatte sich überraschend herausgestellt, dass in dem Gebäude in erheblich größerem Umfang als zunächst erwartet hochgiftige Materialien verwendet worden sind, die durch eine Spezialfirma sukzessive per Unterdruck-Verfahren entfernt werden mussten.

Voraussichtlich im Februar oder März will das Aachener Bauunternehmen Nesseler Projektidee, alias „np 3“, mit der Errichtung eines neuen Wohn- und Geschäftshauses durchstarten, erklärte Hubertus Neßeler, Geschäftsführer der np3-Muttergesellschaft Nesseler Grünzig, jetzt auf Nachfrage. „Durch die aufwendigen Arbeiten zur Asbest-Beseitigung wird die Realisierung des Neubaus wohl rund neun Monate länger in Anspruch nehmen als vorgesehen“, berichtete Neßeler. Mit der Fertigstellung sei daher nicht vor Frühjahr 2022 zu rechnen.

Mittlerweile sind bereits zwei riesige Bagger hinter den Bauzäunen an der Bismarckstraße im Einsatz. In den nächsten Tagen sollen zwei weitere überdimensionale Baumaschinen herangeschafft werden, um die Abbrucharbeiten schnellstmöglich zu vollenden. Sie müssen mit tonnenschweren und überlangen Spezialtransportern Richtung Baustelle transportiert werden, erklärte Neßeler. Der lärmträchtige logistische Kraftakt erfolgt deshalb nachts und muss durch Polizeikräfte begleitet werden – zurzeit könne man daher noch nicht genau sagen, wann die Großgefährte konkret anrollen.

Auf dem rund 9000 Quadratmeter umfassenden Grundstück sollen rund 100 Wohnungen sowie Praxen, Büros und ein Supermarkt entstehen. Im Ganzen will „np3“ über 70 Millionen Euro an der Viktoriallee investieren. (mh)

(mh)
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