Aachen: 14 neue Fahrradstellplätze im Apag-Parkhaus Wirichsbongardstraße

Mobilität in Aachen : Neue Station mit cleverer Technik fürs Rad

Im Apag-Parkhaus an der Wirichsbongardstraße stehen ab sofort 14 Fahrradstellplätze zur Verfügung, die über eine neue elektronische Technik gesichert werden können. Das Pilotprojekt könnte schon bald an weiteren Standorten in der City Schule machen.

Der Schlüssel fürs Parkproblem liegt quasi in Sebastian Grebes Hand. Der kleine blaue „Mobility Key“ erinnert an einen schlichten Plastikchip für Einkaufswagen – und hat’s durchaus in sich. Grebe, seines Zeichens Software-Spezialist bei der städtischen Apag, hält ihn kurz über das Lesegerät an einem der 14 brandneuen Fahrradstellplätze im Parkhaus an der Wirichsbongardstraße. Sofort ist der massive stählerne Schließbügel entsperrt und lässt sich mühelos an drei Stellen über Rahmen und Vorderrad des Demonstrationsobjekts legen. „Wir freuen uns, dass wir mit dieser neuen Technologie Radfahrern ein sicheres und bequemes Parken ermöglichen können“, sagt Apag-Geschäftsführer Herbert Sliwinski.

Gemeinsam mit Sliwinskis designiertem Nachfolger Simon Papayianni und Andreas Peters, Prokurist und Vertriebsleiter der Firma Ziegler aus Weissach-Flach bei Stuttgart, die das Basissystem zum Pilotprojekt entwickelt hat, läutet auch Achim Ferrari an diesem Donnerstagmorgen die nächste Etappe auf dem Weg zur fahrradfreundlichen City mit sichtlicher Freude ein. „Ich denke, wir haben hier eine optimale, weil platzsparende und komfortable Lösung gefunden, um gerade hochwertige Räder geschützt und bequem unterzubringen“, frohlockt der Grünen-Ratsherr und Vorsitzende des Apag-Aufsichtsrats. Um die permanent überwachten neuen Stellplätze zu nutzen, kann man den „Mobility Key“ – sozusagen die frisch geborene kleine Schwester des „Nupsi“-Chips für Pkw-Fahrer, wie Sliwinski erläutert – ab sofort per Internet bestellen (www.apag.de) oder direkt vor Ort erhalten.

Für zwei Euro Gebühr steht das neue Transponder-System ab sofort 24 Stunden lang zur Verfügung – selbstverständlich auch mit Unterbrechungen. Drei Videokameras sorgen dafür, dass potenzielle Langfinger nachhaltig abgeschreckt werden. Die Aufzeichnungen, betont Sliwinski, werden für den Fall der Fälle maximal fünf Tage lang gespeichert. Einen speziellen Service für E-Bike-Piloten gibt’s zudem. Gleich neben den Stellplätzen stehen drei Ladeboxen in kleinen Tresoren bereit, die Stauraum bieten und in denen Akkus kostenlos an- und auch eingeschlossen werden können. Abschließen lassen sich die Safes, wie man es vor allem aus Hotels kennt, über einen individuellen Zahlencode. Damit soll auch dem üblichen Stress bei der Suche nach einem Abstellplatz quasi ein Riegel vorgeschoben werden – und dem lästigen Kramen nach Kleingeld. Wie beim „Nupsi“ wird die Parkgebühr am Ende des Monats per Lastschriftverfahren vom Konto abgebucht.

Nicht nur Sebastian Grebe und Andreas Peters hoffen nun, dass das Projekt Schule macht: „Wenn es gut angenommen wird, wollen wir weitere solcher Stationen in der Innenstadt einrichten, so dass man im Rahmen des Tagestarifs von zwei Euro schon bald nach Belieben auch andere Stellplätze in der City ansteuern kann“, erklärt Sliwinski.

(mh)