Aachen: A 44: Stahlarbeiter blockieren Grenzübergang

Aachen: A 44: Stahlarbeiter blockieren Grenzübergang

Belgische Stahlarbeiter haben aus Protest gegen die Streichung von Arbeitsplätzen den Autobahngrenzübergang Lichtenbusch blockiert. Die rund 100 Demonstranten versperrten am Freitagmorgen die Fahrbahnen auf der Autobahn 44 in beide Richtungen.

Um 12 Uhr lösten sie ihre weitestgehend friedliche Blockade wieder auf. Zu kleineren Tumulten kam es, als ein belgischer Pkw die Absperrung umkurven wollte. Die Demonstranten versperrten ihm allerdings den Weg und ließen die Luft aus den Reifen des Wagens.

Auf der Autobahn 44 in Richtung Belgien muss am Freitagmorgen am Grenzübergang Lichtenbusch mit längeren Staus wegen einer Blockade von belgischen Stahlarbeitern gerechnet werden.

Bis dahin hatte sich auf belgischer Seite ein Stau von rund fünf Kilometer Länge gebildet, erklärte der Einsatzleiter der belgischen Polizei. Aus der anderen Richtung wurde der Verkehr ab dem Aachener Kreuz umgeleitet. Auch der innerstädtische Verkehr ist betroffen. Vor allem auf dem Madrider und Berliner Ring in Aachen staute es sich auf mehreren Kilometern.

Bereits um acht Uhr waren Busse mit Arbeitern von Flémalle aus in Richtung Visé und Eynatten aufgebrochen, berichtet der belgische Nachrichtendienst. Die Mitarbeiter von ArcelorMittal blockierten ab 9 Uhr die Grenzübergänge bei Eynatten auf der E40 und Visé auf der A25. Die ArcelorMittal-Arbeiter hielten die Fahrzeuge an und verteilen Informationsbroschüren. Nur „tröpfchenweise“ ließen die Blockierer Reisende passieren, teilte die Föderale Polizei Eupen mit.

Mit der Aktion protestieren die Gewerkschaften gegen den massiven Stellenabbau im Lütticher Stahlbecken. Die Protestaktion wird voraussichtlich bis Freitagmittag andauern. Der weltgrößte Stahlproduzent ArcelorMittal plant die Streichung von 1300 Arbeitsplätzen. Die Verhandlungen zwischen Direktion und Gewerkschaften verlaufen sehr schwierig.

(red)
Mehr von Aachener Nachrichten